Kohlekraft in Deutschland unverzichtbar?

Fast 45 Prozent des deutschen Stroms wird derzeit mit dem fossilen Energieträger Kohle erzeugt.
Der Streit um den Ausstieg aus der Kohleverstromung ist momentan ein großes innenpolitisches Thema. Doch kann Deutschland im Moment überhaupt darauf verzichten, seine Energie aus Kohle zu beziehen? Fest steht: Durch die Verbrennung von Kohle werden enorme Mengen CO2 freigesetzt. Nur durch den Ausstieg kann das deutsche Klimaschutzziel, eine Verringerung der CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990, überhaupt noch erreicht werden.

Doch der Verzicht auf die Energieerzeugung mit Kohle hätte laut eines Berichts der „FAZ“ nicht nur Vorteile. So sehen Gegner in dem Ausstieg vor allem Risiken und nur wenig Nutzen für die Umwelt. Denn sollten Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, würde der Emissionsrechtehandel aufblühen, Zertikate frei und von anderen erworben werden. So würde sich kaum etwas am bundesweiten CO2-Ausstoß ändern. Außerdem wäre mit dem Wegfall der Kohle der letzte heimische fossile Energieträger aus dem Spiel. Das würde der Wirtschaft schaden, den Strompreis in die Höhe treiben und die Versorgungssicherheit gefährden.

Dass der Ausstieg kommen muss, ist unbestreitbar. Allerdings muss er wirtschaftlich und sozialverträglich gestaltet werden, um einen möglichen Schaden für die Bevölkerung und die deutsche Wirtschaft zu vermeiden.

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