Germanwatch lud zur Expertenrunde: Kohleausstieg muss kommen

Gestern fand in Bonn das Symposium „Klimawandel für die Kohle“ statt. Geladen hatte die Stadt Bonn, die Stiftung Zukunftsfähigkeit und das Onlineportal Germanwatch, um über die deutsche Klimaschutzpolitik zu diskutieren. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag dabei auf den Themen Erderwärmung und Kohleverstromung.

In einem waren sich dabei alle Experten einig: Der Kohleausstieg Deutschlands muss kommen. Und das besser früher als zu spät, denn nur so könne der Ausstieg aus der „schmutzigen“ Energieerzeugung mit dem fossilien Rohstoff Kohle sozialverträglich gestaltet werden. Klaus Milke, Vorsitzender der Stiftung Zukunftsfähigkeit und von Germanwatch sagte dazu in seiner Eröffnungsrede:

„Wenn die Politik den Klimawandel unter der Gefahrenschwelle von 2 Grad Celsius begrenzen will, dann gilt es bis Mitte des Jahrhunderts weltweit aus den fossilen Energieträgern auszusteigen – allen voran aus der besonders klimaschädlichen Kohle.“

Vorausgegangen war dem Symposium in Bonn der World Energy Outlook 2014 der Internationalen Energie Agentur (IEA), der am Mittwoch in London veröffentlicht wurde. Laut diesem Bericht betrachten Experten das vereinbarte Klimaschutzziel der Regierungen, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen, als gescheitert, sollte der weltweite C02 Ausstoß nicht in dem kommenden Jahren doch noch deutlich verringert werden.

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