Entsorgung von Atommüll kostet die Betreiber Milliarden

Wie im November bekannt wurde, rechnet die Bundesregierung damit, dass in den kommenden Jahren doppelt soviel Atommüll entsorgt werden muss, als bislang angenommen. Die Rede ist von rund 600.000 Kubikmetern des hochradioaktiven Materials.

Um diese große Menge zu bewältigen, plant die Regierung, nun eigens dafür einen Fonds einzurichten. Die Betreiber der Kernkraftwerke sollen verpflichtet werden, dort schrittweise bis zu insgesamt 17 Milliarden Euro einzuzahlen. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung mit Bezug auf ein internes Dokument, das dem Bundeswirtschafts- und Umweltministerium vorliegt.

Die Kosten für den Atomausstieg und den damit verbundenen Rückbau der Kraftwerke, sowie die Zwischenlagerung des Atommülls, sollen durch Rückstellungen der Konzerne gedeckt werden. Wie die „Zeit Online“ heute berichtete, stehen den vier Unternehmen E.on, Vattenfall, RWE und EnBW dafür rund 36 Milliarden Euro zur Verfügung.

Die Bundesregierung prüft derzeit allerdings durch ein Gutachten, ob diese Mittel überhaupt in dieser Höhe existieren. Ansonsten müssten eventuell sogar die Steuerzahler den Rückbau mitfinanzieren.

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