Energiewende: Moderne Wärmepumpen könnten Netzschwankungen ausgleichen

Laut eines heute erschienenen Berichts des Solarmagazins „Solarserver.de“ könnten die deutschen Haushalte durch die Umrüstung von Warmwasserspeichern und Speicherheizungen wesentlich dazu beitragen, den Ökostrom besser zu nutzen und somit die Energiewende voranzutreiben. Der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Strommix ist mittlerweile auf 28,5 Prozent angestiegen. Laut Prognosen wird 2025 sogar bis zu 60 Prozent des deutschen Stroms durch regenerative Energiequellen erzeugt.

Da die erneuerbaren Energien im Gegensatz zur fossilen Stromerzeugung allerdings großen, von äußeren Faktoren, wie Licht- oder Windstärke, abhängigen Schwankungen unterworfen sind, ist eine der größten Herausforderungen der regenerativen Energieerzeugung dessen Speicherung, um im Bedarfsfall Netzschwankungen auszugleichen.

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP, Stuttgart) sieht in der thermischen Speicherung des Ökostroms in den deutschen Privathaushalten möglicherweise eine optimale Lösung, um genau diese Problematik in den Griff zu bekommen. Bis 2020 könnten demnach theoretisch bis zu 21 Terawattsunden Energie privat gespeichert werden und so rund 28 Gigawatt Leistung verfügbar sein. Das entspräche der Leistung von circa 70 Kohlekraftwerken.

Generell wären 78 Prozent der Bundesbürger bereit, mehr zum Erfolg der Energiewende beizutragen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiebel Eltron GmbH. Karlheinz Reitze, Geschäftsführer von Stiebel Eltron, sagte, die privaten Haushalte in Deutschland könnten, durch den Einsatz von modernen Wärmepumpen, witterungsbedingte Schwankungen der erneuerbaren Energieerzeugung ausgleichen und somit das Netz entlasten.

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