Windkraft schafft weltweit Arbeitsplätze

Der Global Wind Energy Council hat in Zusammenarbeit mit Greenpeace eine Studie herausgegeben in der bestätigt wird, dass Windenergie bis zum Jahr 2020 12 Prozent des weltweiten Strombedarfs abdecken kann. Zehn Jahre später könnten es bereits 22 Prozent sein.

Allein in den kommenden zehn Jahren, so heißt es in dem Bericht, wird sich die Leistung der weltweit installierten Windkraftanlagen auf 1.000 Gigawatt in etwa verfünffachen. Bis 2030 wird sich dieser Wert dann noch einmal gut verdoppeln. Aus den derzeit 600.000 Arbeitsplätzen, die es weltweit in der Windbranche gibt, würden dann drei Millionen werden.

2,5 Millionen Arbeitsplätze in zwei Jahren

Im ehrgeizigsten der durchgerechneten Szenarien könnten damit bis 2030 jährlich etwa drei Milliarden Tonnen an CO2-Emissionen vermieden werden, was dem Dreifachen der heutigen Emissionen entspricht, die allein in Deutschland verursacht werden, wenn alle Treibhausgase in der Rechnung berücksichtigt werden.

Die Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen auf der Welt, die den Berechnungen zugrunde liegen, sind mehr oder weniger optimistisch. Für die VR China werden bis zu 513 Gigawatt installierte Windkraft prognostiziert. Dies scheint plausibel, ist das Regime in Peking doch mehr und mehr positiv gegenüber der Nutzung erneuerbarer Energiequellen eingestellt. Allein bis 2020 plant die chinesische Regierung, rund 500 Milliarden Euro in Anreizprogramme für erneuerbare Energien sowie Projekte zur Erprobung der CO2-Abscheidung auszugeben.

US-amerikanische Windenergiebranche im Abschwung

Deutlich schwieriger sind die Vorhersagen für die USA, die im günstigsten Falle ähnlich viele Windanlagen aufstellen könnten wie die Volksrepublik. Dort erlebt die Branche derzeit nach einem sehr guten Jahr 2009 zum wiederholten Male eine rapide Talfahrt, weil Anreizprogramme nicht rechtzeitig verlängert wurden. Der US-amerikanische Windenergieverband AWEA rechnet damit, dass der Umfang der neuinstallierten Leistung in diesem Jahr 25 bis 45 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen wird.

Daniel Seemann

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