Windanlage für Wohnhäuser

Windanlage für Wohnhaus; Foto: shutterstock

Immer mehr Solaranlagen zieren die Dächer von Wohnhäusern. Kein Wunder, denn gerade sie machen eine lautlose Energiegewinnung möglich und eignen sich daher besonders für den Siedlungsbereich. Im Gegensatz dazu steht die Nutzung der Windenergie.

Für den Privatbereich zu kostspielig und überdies im näheren Gebäudeumkreis nicht realisierbar, hinzu kommen die hohen Auflagen zu Errichtung von Windkraftanlagen. Eine Alternative bieten hingegen Kleinwindanlagen. Besonders die kleinsten unter den Windanlagen, vertikale Kleinwindanlagen, sind für den Einsatz in dicht besiedelten Wohngebieten bestens geeignet, denn sie arbeiten lautlos und sind genehmigungsfrei.

Kleinwindanlagen bestehen im Wesentlichen aus Rotorsystem, Generator und weiteren Peripheriegeräten. Durch entsprechende Wechselrichter wird sodann die drehzahlvariable Spannung in netzkonforme Wechselspannung umgewandelt. Der erzeugte Strom kann entweder selbst genutzt oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden, was durch die Einspeisevergütung entsprechend entlohnt wird.

Um einen möglichst effizienten Betrieb zu generieren und einen hohen Ertrag zu erwirtschaften, müssen dabei alle Komponenten der Kleinwindanlage optimal aufeinander abgestimmt sein. Die Rotorgröße muss individuell gewählt und die nachgeschalteten Peripheriegeräte sorgfältig ausgewählt und angepasst werden.

Die Montage einer Kleinwindanlage kann dabei auf dem eigenen Hausdach erfolgen. Da die baurechtlichen Vorschriften nicht landesweit einheitlich geregelt sind, empfiehlt sich ein Vorabgespräch mit dem zuständigen Bauamt, besonders in Bezug auf die Größe der Rotoren. Durch die Aufdachmontage entfällt überdies die bei Windkraftanlagen aufwändige Installation auf hohen Masten, zudem werden Leitungsverluste durch das kurze Leitungsnetz zwischen Stromerzeuger und -verbraucher vermieden. Bauartbedingt sind Kleinwindanlagen zudem sturmsicher, Stroboskopeffekt und Schlagschattenwurf sind ebenfalls nicht zu erwarten.

Einen weiteren Pluspunkt erzielen Kleinwindanlagen durch den geringen Verschleiß der beweglichen Teil und der Mechanik, was Wartungsarbeiten nicht erforderlich macht und auch in diesem Punkt Kosten spart. Zwar liegen mit zirka 3.000 Euro je Kilowatt Nennleistung die Installationskosten von Kleinstwindanlagen etwa doppelt so hoch, wie bei großen Windkraftanlagen. Dies wird sich aber in den kommenden Jahren nach Meinung des Bundesverbandes Kleinwindanlagen durch die Entwicklung der Kleinstwindanlage zum Massenprodukt deutlich reduzieren.

Judith Schomaker

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