Solar Suitcase – Stromversorgung für den Notfall

Solar Suitcase

Es gibt viele Dinge in unserem Lebensumfeld, die wir für selbstverständlich halten. Mobiltelefone, Fernseher, Staubsauger, etc. Die Liste ließe sich unendlich weiterführen, auch, wenn es sich hierbei nicht um „lebenswichtige“ Gegenstände handelt. Doch wie sieht es mit den unverzichtbaren Geräten aus?

Für uns ist es selbstverständlich, dass wir im Ernstfall medizinisch versorgt werden können. Moderne Krankenwagen führen ein ganzes Arsenal an medizinischen Versorgungsgerätschaften mit und selbst bei einem Stromausfall im Krankenhaus müssen wir auf lebensrettende Maßnahmen nicht verzichten, schließlich verfügen Krankenhäuser über Notstromaggregate.

Aber was wäre, wenn wir diese Vorzüge nicht genießen könnten? Wenn Krankenhäuser rar gesät und die Stromversorgung ein reiner Glücksfall wäre? Dann könnten Ärzte und Krankenhäuser auch im Notfall nicht helfen, weil wichtige Geräte mangels Stromversorgung einfach nicht einsatzbereit wären. Ein Szenario, dass sich in unseren industrialisierten Köpfen kaum zu einem realen Bild zusammenfügen lässt. Dennoch sind diese Zustände existent – leider allzu oft. Es gibt etliche Regionen, in denen die Menschen nicht auf ein großzügig ausgestattetes und vor allem funktionierendes medizinisches System hoffen können, wenn es um ihr Leben geht. Regionen, in denen eine zuverlässig arbeitende Elektrizitätsversorgung Hunderte von Leben retten könnte.

Um diese Situation in Regionen mit wenig zuverlässiger Stromversorgung zu verbessern, wurde der Solar Suitcase entwickelt. Ursprünglich sollte die solare Notstromversorgung die Gesundheit werdender Mütter, die teilweise viel zu lange auf rettende Maßnahmen wie Kaiserschnitte warten mussten, verbessern. Mittlerweile hilft We Care Solar mit ihrer Off-Grid-Solarstromanlage vielen Krankenhäusern auf der ganzen Welt, im Notfall zumindest den lebenswichtigen Strom immer parat zu haben.

Die Erfindungen von Dr. Laura Stachel und ihrem Mann Hal Aronson lässt sich dabei für gerade einmal 1.500 US-Dollar produzieren und beinhaltet neben Steckdosen und Batterieladegeräten auch eine hochleistungs LED-Beleuchtung, sowie ein universal Handy-Ladegerät. In das Basissystem speist dabei ein 40 beziehungsweise 80 Watt Solarmodul genügend Strom für die zwölf Amperestunden Bleisäure-Batterie. Aufstocken lässt sich problemlos mit einem 200 Watt Solarmodul und entsprechender 140 Amperestunden Batterie.

Judith Schomaker

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