Smart Cities – Nachhaltige Zukunft der Stadt(-werke) Teil 5

Energie – so regenerativ und dezentral wie möglich – soviel 380 Kilovolt-Leitungen wie nötig

Die Kooalition aus CDU und FDP hat den Öko-Kurs in ihrem Koalitionsvertrag fixiert. „Wir wollen den Weg in das regenerative Zeitalter gehen.“ Hat jedoch das regenerative Zeitalter trotz der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und der Brennelementesteuer begonnen?

Bis zum Jahr 2030 soll die bei Starkwind verfügbare Leistung der Offshore-Windparks auf 25.000 Megawatt ansteigen, mehr als die 17 deutschen Atomkraftwerke heute leisten. Wind-, Wasser-, Biomasse-, Abfall- und Solarstromanlagen liefern 2010 bereits zirka 17 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms.

Ökostrom wollen viele, die Kunden, die Parteien und die Stadtwerke. Energie soll bezahlbar und sauber sein, so die Kunden. Jedoch um regenerativen Strom aus Offshore-Windparks zu den Abnehmern in der Mitte und im Süden Deutschlands zu transportieren müssen gemäß der Deutschen Energie-Agentur dena bis zum Jahr 2015 rund 850 Kilometer Leitungen verbaut werden. Insgesamt gehen Schätzungen von bis zu 10.000 neuen Leitungskilometern aus.

Regionale Energiespeicher und intelligente Netze sind der Schlüssel künftiger Energieversorgung. Stromerzeugung in der Mittagszeit muss in die Abendstunden gespeichert werden können und das Netzmanagement steuert es intelligent. Nach Angaben des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik kann durch „intelligente Netze“ der Speicherbedarf auf rund die Hälfte reduziert werden. Sollten monetäre Mittel aus der Brennelementesteuer für regionale Energiespeicher und intelligente Netze eingesetzt werden?

Dieter Lindauer

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