Regionalversorger pro Energiewende im Verkehr

Elektroladesäule Erding
Elektroladesäule Erding

Der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) hat das Projekt „Klimaschonender Firmenwagen“ gestartet. Es soll vor allem die Umstellung auf Elektroantriebe fördern. 14 Unternehmen, vor allem kleinere Stadtwerke, machen bereits mit.

Die Aktion wird auch Teil des neu aufgelegten „Umweltpaktes Bayern 2016 – 2020“ der Bayerischen Staatsregierung sein, der am 23.10.2015 starten soll, so VBEW-Geschäftsführer Detlev Fischer. Die teilnehmenden Unternehmen verpflichten sich, ab dem 1. Januar 2016 nur noch Pkw-Firmenfahrzeuge anzuschaffen, die einen CO2-Ausstoß von weniger als 120 gCO2/km aufweisen. Im Gegenzug erhalten Sie vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz das Label „Klimaschonender Firmenwagen“ verliehen. Der von der EU gefordert Grenzwert für ab diesem Jahr zugelassene Neuwagen liegt bei durchschnittlich 130 gCO2/km (für die gesamte Flotte).

„Wir wollen damit vor allem Elektrofahrzeuge und mit Erdgas betriebene Fahrzeuge sowie die Integration der erneuerbaren Energien in den Mobilitätsbereich voranbringen“, unterstreicht Fischer. 14 bayerische VBEW-Mitgliedsunternehmen haben bereits den Beitritt zur der in der vergangenen Woche gestarteten Aktion erklärt. Die meisten davon sind kleinere Stadtwerke wie in Bad Tölz, Eichstätt, Weißenburg, Passau oder Traunreut beziehungsweise Energiegenossenschaften wie die ÜZ Lülsfeld – Unterfränkische Überlandzentrale. Diese betreibt derzeit schon zehn Elektroautos. „Für uns war es eine Selbstverständlichkeit bei dieser wegweisenden Verbandsaktion mitzumachen. Mit Strom und Gas betriebene Fahrzeuge werden neben vielen anderen Vorteilen auch helfen, die volatil anfallenden Energiemengen aus Wind und Photovoltaik bedarfsgerecht in das Energieversorgungssystem zu integrieren“, betont Stefan Munding, Geschäftsführer der SEW Stromversorgungs-GmbH aus Erding.

„Ich bin mir sicher, dass viele weitere unserer 374 bayerischen Mitgliedsunternehmen mitmachen werden, ich rechne mit einer Beteiligung von mindestens 20 Prozent“, sagt Fischer. Es gehe bei der Aktion darum, Unternehmen anzuregen mit gutem Beispiel voraus zu gehen. Die Klimaschutzvorgaben beträfen im Übrigen alle neu angeschafften PKWs der partizipierenden Unternehmen, auch „die vom Chef“. 

Bild: Über die zunehmende rege Inanspruchnahme der E-Ladesäulen im Landkreis Erdingen freuen sich (v.l.) Stefan Munding, Geschäftsführer der SEW Erding, Detlef Fischer und Jochen Habermann vom VBEW. Mit der Initiative „Klimaschonender Firmenwagen“ möchte der VBEW vor allem Elektroantriebe voran bringen. 

Quelle: www.vbew.de

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