Öko-Trend erreicht McDonald`s

Mit dem weltweit ersten Energieeffizienz-Restaurant (EE-Tec) investiert der Fast-Food-Riese McDonald`s in innovative Umwelttechnologien und zeigt damit, was mit deutscher Spitzentechnologie im Umweltbereich alles möglich ist.

Nach einer Planungs- und Bauphase von knapp drei Jahren und einem Kostenfaktor von 3,5 Millionen Euro, wurde die moderne Öko-Systemgastronomie an der A27 in Achim bei Bremen am 23. April des Jahres eröffnet. Damit kostet dieses McDonald`s Restaurant gut ein Drittel mehr, als eine klassische Niederlassung der Burger-Kette.

Mit Hilfe modernster Technik kann hier nun 30 Prozent Energie eingespart werden, welche nach der Probephase auf weitere Filialen ausgeweitet werden soll. Begleitet wird das Konzept von der Hochschule Biberach, die in den nächsten Monaten den Energieverbrauch mit dem von herkömmlichen Filialen vergleicht und auswertet. Das deutsche Unternehmen Schüco ist ebenfalls maßgeblich an der Durchführung beteiligt, denn von hier stammt die Technik für Fenster, Türen und Solaranlagen.

Von der zukunftsorientierten Technik, die in der Achimer McDonald`s Filiale glänzt, bekommen die Gäste jedoch nur einen Bruchteil zu Gesicht. Das Windrad, welches vor dem Eingang prangt und das markante Solardach mit der Anzeigetafel für die aktuelle Solarstrom-Produktion am Schalter, dürften wohl die einzigen optischen Highlights sein – die übrige Technik steckt im Verborgenen. Eine oberflächennahe Geothermie – die Sonden liegen unter der McDrive-Fahrspur – sorgt für angenehme Temperaturen im Restaurant ohne großartigen CO2 Ausstoß, die Toilettenspülung wird mit Regenwasser betrieben und aus den Resten der ohnehin schon sparsamen Pommes-Maschine wird noch Biodiesel gewonnen. Gleich doppelter Nutzen wird aus der Sonnenenergie gezogen, zum einen zur Warmwassergewinnung und zum anderen für die Stromerzeugung.

Die so gewonnene Energie wird aber keineswegs verschwendet, sondern effektiv genutzt. Fenster und Türen mit höchsten Wärmedämmeigenschaften, sowie ein Beleuchtungssystem über stromsparende LED-Dioden halten die Verbräuche der zuvor produzierten Energien entsprechend gering.

Energieeffizienz hat bei Unternehmen längst eine feste Größe erreicht, die ganz nebenbei für die Aufbesserung des Images sorgt und zudem als wichtiges Kundenbindungsinstrument dienlich ist. So ist dieser Trend im Einzelhandel bereits seit Längerem zu beobachten, alle sparen Energie und CO2 – nicht zuletzt, um damit den Nettogewinn zu steigern. Denn neben Miet- und Personalkosten zählen die Kosten für Energie zum drittgrößten Kostenblock und jeder Cent, der hier eingespart werden kann, kommt den Unternehmen wieder zugute.

Judith Schomaker

Add comment

Über das CleanEnergy Project

Das CleanEnergy Project ist ein non-profit Online-Magazin für alle Menschen auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit.

Das Team von CleanEnergy Project will Gestalter und nicht nur Zuschauer unserer Zeit sein.

Wir heißen alle willkommen, die sich uns als Autoren unserer Zeit anschließen möchten und bieten dafür unsere Plattform, das CleanEnergy Project.