Neues Wasserkraftwerk an der Aller

Mal wieder – oder immer noch – streiten sich die Politiker über den geplanten Atomausstieg. Auf der einen Seite plädieren sie für eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke, auf der andere Seite wird die Notwendigkeit ebendieser diskutiert.

Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Parteimitglieder scheinen jedoch völlig unbegründet zu sein, schließlich ist der Öko-Anteil der Erneuerbaren weiterhin gestiegen und bewegt sich, trotz einem geringeren Fortschritt beim Ausbau der regenerativen Energiequellen, mit 16,1 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland immer noch im Rahmen des Plans. Somit sein die magische 40-Prozent-Marke beim Ökostrom-Anteil spätestens 2030 erreicht, nach neuesten Daten des Umweltbundesamtes sogar schon um das Jahr 2020.

Der wichtigste Teil der erneuerbaren Energien fällt dabei den Wind- und Biomassekraftwerken zu. Ihnen folgt die Wasserkraft auf den Fuß, wobei gefühlt die Photovoltaik die Nase vorn haben sollte. Doch der Eindruck täuscht, zwar weist die Technologie um die Sonnenkraft die stärkste Wachstumsrate unter den Erneuerbaren auf, doch ihr Anteil liegt noch unter der sieben-Prozent-Marke. Die Wasserkraft hingegen schlägt mit rund 23 Prozent zu. Ein Potenzial, welches auch Investoren erkannt haben, gilt die Kraft des Wassers doch als sauberste und zugleich effizienteste Methode der Energiegewinnung. Auch die Neuregelung des Wasserrechts, die ab dem 01. März 2010 in Kraft tritt und bei der Nutzung der Wasserkraft die Umweltanliegen noch weiter in den Vordergrund rückt, tut dem keinen Abbruch.

Auch im Niedersächsischen Münden wird fleißig geplant, derzeit am Neubau eines zweiten Wasserkraftwerkes. Schon Ende der 80er Jahre wurde am alten Stauwehr der Oker ein Turbinenkraftwerk gebaut, was mit jährlich 1,2 Millionen Kilowattstunden rund 300 Haushalte versorgen kann. Das neue Kraftwerk, dessen Baubeginn für das Frühjahr 2011 geplant ist, soll nun ebenso effiziente und saubere Energie liefern und dabei sämtliche Umweltbelange mit einbeziehen. Bis dahin sind allerdings noch zahlreiche Genehmigungsverfahren nötig, damit nicht nur die Betreiber glücklich werden, sondern auch Fische und Landwirte positiv gestimmt sind.

Judith Schomaker

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