Nachwuchs für IRENA

IRENA, die erste weltweite Agentur, die sich mit Hilfe staatlicher Förderung auf die Sicherung umweltfreundlicher Erneuerbarer Energien konzentriert, hat mit Indien (im März), der Republik Guinea (im April) und dem am 7.Mai unterzeichneten Vertrag mit Mauretanien noch drei weitere Gründungsmitglieder gewonnen. Die Agentur, die erst am 26. Januar 2009 offiziell in Bonn gegründet wurde, wird bereits von 79 Staaten unterstützt.

Ziel der Organisation ist es, die Bedingungen für den Ausbau und die Nutzung Erneuerbarer Energien zu verbessern. Bei diesem Vorhaben gilt es den Austausch von Wissen und Technologien zu erleichtern und die notwendigen Finanzierungsvoraussetzungen zu schaffen. Laut Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sind die Subventionen für konventionelle Energieträger, z.B. Erdöl und Kohle, etwa zehnmal höher als im Bereich Erneuerbarer Energien. Mit IRENA versprechen sich die Gründer einen Durchbruch und ein Gegenwicht zur Internationalen Energieagentur (IEA), die das Thema Erneuerbare Energien vernachlässigt habe.

Am 29. Juni soll im ägyptischen Sharm El Sheikh über den internationalen Hauptsitz von IRENA entschieden werden. Neben Bonn haben sich Wien, Kopenhagen und Abu Dhabi beworben. Auch über den Posten des Generaldirektors soll im Juni entschieden werden. Als aussichtsreicher Kandidat gilt der verdiente SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer, der maßgeblich an der Entstehung und dem Aufbau von IRENA beteiligt war.

Ralf Hartmann

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