Nachhaltige Biomasseherstellung

Der Klimaschutz und die Verminderung des CO2 -Ausstoßes sind die wesentlichen Gründe für einen verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Für eine nachhaltige Versorgung mit Energie ist Biomasse von Bedeutung. Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Feste Stoffe oder Biogas dienen der Stromerzeugung, flüssige Stoffe wie Öle lassen sich als Kraftstoff verwenden.

Die Erzeugung von Biomasse muss zukünftig aus nachhaltigem Anbau erfolgen. Das schreibt die Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen vor. In Deutschland regeln Nachhaltigkeits-Verordnungen für die Bereiche Kraftstoff und Strom die Umsetzung.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), die in Deutschland für die Umsetzung der neuen Regelungen verantwortlich ist, hat Anfang Februar den Leitfaden „Nachhaltige Biomasse“ veröffentlicht. Er informiert über alles, was die Beteiligten wissen müssen und ist damit für die Erzeuger von Biomasse, für die Verarbeitungsbetriebe, den Vertrieb und die Stromerzeuger interessant. Auf 80 Seiten informiert die Broschüre über die gesetzlichen Grundlagen und erklärt Fachbegriffe. Die Anforderungen an eine nachhaltige Biomasseerzeugung werden ebenso behandelt wie die Herkunftsdokumentation, Zertifizierung und Nachhaltigkeitsnachweise. In einem gesonderten Kapitel behandelt die Schrift Möglichkeiten zur Berechnung der Treibhausgasminderung. Die BLE ist für die Anerkennung und Kontrolle der Systeme zur Überwachung der Produktionskette für Biomasse zuständig. Die Informationsschrift erklärt ausführlich die Aufgaben und Voraussetzungen, die diese Systeme erfüllen müssen.

Der Ratgeber beschreibt Erfahrungen von betroffenen Unternehmen und schildert die Sicht beteiligter Verbände. Die wissenschaftliche Aufbereitung kommt nicht zu kurz. Die Broschüre möchte vor allem Landwirte, Landhändler und Anlagenbetreiber erreichen, ist aber auch für den fachlich vertieft interessierten Verbraucher wertvoll.

Die Informationsschrift kann bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung heruntergeladen werden. Demnächst erscheint eine gedruckte Fassung, eine englische Version ist in Vorbereitung.

Susanne Kirsch

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