Modellregion Harz

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Dass eine stabile und zuverlässige Energieversorgung auch, oder gerade dann möglich ist, wenn der Anteil an erneuerbaren Energien hoch ist, soll die Modellregion im Landkreis Harz zeigen. Unter dem Projektnamen „Regenerative Modellregion Harz“, kurz RegModHarz, zeigt einer der Sieger des E-Energy-Technologiewettbewerbs, wie dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen ist.

Neben dem Klimaschutz, spielen beim Projekt RegModHarz aber auch die Wettbewerbsfähigkeit und die Versorgungssicherheit eine übergeordnete Rolle. Diese Teilziele gilt es, miteinander sinnvoll zu verbinden. Ein dezentrales Energiemanagement, das Regenerativkraftwerk Harz dient dabei als zentrales Kontroll- und Kommunikationsmedium.

Steuerbare Verbraucher, verschiedene Erzeuger erneuerbarer Energien und Speicher werden in diesem virtuellen Kraftwerk so koordiniert, dass eine stabile Versorgung aus regional produziertem Strom erreicht wird.

Der Landkreis Harz bietet durch seine Vielzahl an erneuerbaren Energieerzeugern die besten Voraussetzungen für die technische und wirtschaftliche Einbindung erneuerbarer Energiequellen. Schon jetzt wird gut ein Drittel der benötigten Elektrizität aus alternativen Energien gewonnen, in Zukunft sollen alle 240.000 Einwohner des Landkreises Harz in den Genuss kommen. In Dardesheim, im Zentrum der Modellregion Harz, ist dieser Punkt bereits jetzt schon erreicht. Die 1.000 Einwohner Stadt produziert mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern, als sie selbst verbraucht und gibt so einen Vorgeschmack auf die Energiestädte der Zukunft. Windräder vor den Toren der Stadt, Biogasanlagen, Solarzellen auf öffentlichen Gebäuden und Privathäusern, eine Stromtankstelle und ein Blockheizkraftwerk, welches mit Pflanzenöl betrieben wird, lassen sowohl Bewohner, als auch Versorger und öffentliche Einrichtungen an einem Strang ziehen.

Um diese Ziele für die gesamte Modellregion umsetzen zu können, wurde das RegenerativKraftwerk Harz GmbH & Co KG ins Leben gerufen. Partner der RegModHarz sind unter anderem Stadtwerke, Forschungsinstitute, regenerative Einspeiser, IKT-Hersteller, Universitäten, sowie Ingenieurbüros und Verteil- und Übertragungsnetzbetreiber.

Judith Schomaker

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