Mit Ökogas durch den Winter

Wer Wert auf eine nachhaltige und ökologische Lebensweise legt, dem steht für die eigenen vier Wänden nicht nur die Wahl von Ökostrom, sondern auch von Ökogas zum Heizen und Kochen offen. Dabei handelt es sich um die umweltfreundliche Alternative zu Erdgas. Immer mehr Gasanbieter haben bereits Ökogas im Angebot. Preislich unterscheidet es sich kaum mehr von herkömmlichem Erdgas, mitunter kann sich ein Wechsel sogar lohnen.

Als Ökogas bezeichnet man unter anderem Biogas, das in sogenannten Biogasanlagen durch Vergärung organischer Stoffe erzeugt wird. Häufig wird dazu Biomüll oder Gülle verwendet. Da ein Großteil des in Biogasanlagen erzeugten Gases aber zur Verstromung eingesetzt wird, greifen die Bauern zunehmend auch auf Anbaupflanzen – hierzulande in der Regel Mais – zurück. Auf rund einem Drittel der Anbaufläche für Mais wächst inzwischen Energiemais.

Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, ökologisches Gas zu erzeugen, beispielsweise in Form von Windgas. Dabei wird Strom aus regenerativen Energien dazu verwendet, elektrolytisch Wasserstoff zu erzeugen, der in das Erdgasnetz eingespeist und dort zwischengespeichert werden kann.

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Darüber hinaus haben die Gasanbieter auch die Möglichkeit, fossiles Gas durch sogenannte Klimatarife in Ökogas ‚umzuwandeln‘. Damit verpflichten sie sich, die CO2-Emissionen, die durch die Verbrennung fossilen Erdgases freigesetzt werden, durch Investitionen in Umwelt- und Klimaschutzprojekte zu kompensieren.

Einen günstigen Ökogasanbieter kann man problemlos über eins der zahlreichen Vergleichsportale finden. Das Portal Verivox listet beispielsweise von insgesamt 284 Tarifen 44 Ökotarife an. Mitunter lässt sich mit einem Umstieg sogar Geld sparen. Dabei kommt es allerdings auf die Region und die Zahl der Anbieter an. Vor allem in Süddeutschland, wo es noch viele kleinere Stadtwerke gibt, steigt die Zahl der Ökogasanbieter.

Generell sollte man sich aber genau informieren, nicht nur über den Anbieter, sondern auch über die Zusammensetzung des als Ökogas deklarierten Produktes. Da es keine rechtsgültige Definition von Öko-Gas gibt, sind dem Erdgas oftmals kaum fünf Prozent Biogas beigemischt.

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