Edisons Vermächtnis

Thomas Alva Edison: Bild: Wiki Commons

Bei den Windturbinen hat General Electric (GE) die Nase bereits ganz vorne. Der Industrieriese zählt zu den größten Turbinenbauern der Welt. Jetzt will der US-Konzern auch in anderen Sparten der erneuerbaren Energien ausbauen und zu einem der Marktführer forcieren. Der Fokus liegt auf der Solarenergie, denn nach Berechnungen des Konzernriesen könnte Sonnenstrom in spätestens fünf Jahren bereits günstiger sein, als die fossile oder nukleare Komponente. Doch das sind noch längst nicht alle Anstrengungen, die GE unternimmt, um damit den Energiemarkt zu revolutionieren.

Das Unternehmen strebt Höheres an, ermöglicht nicht zuletzt durch das enormen Forschungsbudget, um sich mit seinen Innovationen an die Spitze zu setzen. Rund sechs Milliarden Dollar macht der Gigant für die Forschung an zukunftsfähigen Stromnetzen, die nächste Windturbinen-Generation, für winzig kleine Solarzellen, aber auch für Verfahren zur Wasserfilterung und für innovative Computerprogramme locker. Alles, um die grüne Vision des Konzerns umzusetzen und damit nicht nur der Umwelt einen Dienst zu erweisen, sondern auch dem kommerziellen Gedanken nachzukommen, den schon Firmengründer Thomas Alva Edison bei seinem Streben nach mehr Umsatz durch innovative Erfindungen verfolgte.

In den Laboren des Konzerns werden mit Milliarden schwerem Budget aus kleinen Ideen große Innovationen. So tüfteln zahlreiche Berufsgruppen unter einem Dach in Niskayuna, der Innovationszentrale nördlich von New York, an intelligenten Stromnetzen, welche die Stromzufuhr für Geräte kappen, die während der Spitzenlastzeiten gerade nicht unbedingt Strom benötigen. Ein weiterer Beweis für die Finanzfreudigkeit des GE Konzerns ist die Übernahme des Start Up Unternehmens Prime Star Solar aus Colorado. Eine Investition, die schnell Früchte tragen soll. Während in Niskayuna fleißig an beschichten Mini-Platten mit Halbleitern gearbeitet wird, die gerade einmal so klein sind wie ein Fingernagel, so baut GE in Colorado eine Fabrik für Photovoltaik-Module, die zur größten Modulfabrik in ganz Amerika mutieren soll. Schon im ersten Produktionsjahr sollen hier Module für die Stromversorgung von rund 80.000 Haushalten vom Band rollen.

Auf ein ganz neues Territorium wagt sich der Konzern hingegen bei seinem Streben nach Höherem. Um künftig in allen Bereichen „up to date“ zu sein, will der Konzernriese in die Kreise der Softwareproduktion einsteigen. In Computerprogrammen soll die Zukunft von GE liegen und in den nächsten Jahren eine deutlich größere Rolle im Unternehmen spielen. Wie ernst es GE damit ist, zeigt die aktuelle Investition. General Electric baut gerade ein eigenes Softwarezentrum, um seiner grünen Unternehmensvision schnell ganz nah zu kommen.

Judith Schomaker

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