Mehr Solarstrom für München

München

München kommt seinem Ziel, bis 2025 die erste Millionenstadt der Welt zu sein, die ihren Strombedarf komplett mit erneuerbaren Energien aus eigenen Anlagen deckt, einen Schritt näher: Der Solarinitiative München ist es gelungen, drei weitere namhafte Münchner Wirtschaftsunternehmen als Gesellschafter zu gewinnen. Gemeinsam wollen die Partner dafür sorgen, dass auf möglichst vielen geeigneten Dachflächen Photovoltaikanlagen installiert werden, um das derzeit noch weitgehend ungenutzte Potenzial auszuschöpfen.

Die Solarinitiative (SIM) wurde im Dezember 2010 durch die Stadt München und die Stadtwerke München (SWM) ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe ist es, die Zahl der Solarstromanlagen auf Münchens Dächern erheblich zu steigern. Anfang dieses Jahres sind sowohl die BayWa AG als auch zwei Vertreter der Münchner Immobilienwirtschaft, die Inka Holding und die Südhausbau, der Initiative beigetreten.

Aktuell sind auf dem Gebiet der bayerischen Landeshauptstadt rund 3.000 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 36 Megawattpeak installiert. Diese liefern nur zirka 0,3 Prozent des in München verbrauchten Stroms. Bayernweit liegt der Anteil des Solarstroms dagegen bei 5,7 Prozent. Eine von der Stadt München und der Stadtsparkasse in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie geht von einem Potenzial von bis zu 300 Megawattpeak Solarleistung für München aus.

„Es freut mich sehr, dass es gelungen ist, Münchner Traditionsunternehmen für die Solarinitiative zu begeistern. Bei der Suche nach geeigneten privaten Partnern war ein wichtiges Kriterium die aktive Beteiligung an der Verwirklichung der Ziele der SIM. Alle Gesellschafter sind bereit, neben der finanziellen Beteiligung ihre jeweiligen Stärken in das Projekt mit einzubringen, wie zum Beispiel Know-how, eigene Dachflächen, Sachleistungen oder Kontakte“ erklärte Oberbürgermeister Christian Ude auf der gestrigen Pressekonferenz der Solarinitiative.

Dr. Harald Will, Geschäftsführer der Solarinitiative München wies jedoch auch auf die Herausforderungen des Solarausbaus hin: „Um ein Solarprojekt auf einem Münchner Dach zu realisieren, braucht es in der Akquisitions- und Genehmigungsphase des Vorhabens einen langen Atem. Wie in jedem anderen Stadtgebiet auch, sind zudem die baurechtlichen, gestalterischen und architektonischen Auflagen streng.“ Die Solarinitiative sei jedoch davon überzeugt, dass es eindeutig im Interesse der Stadtgesellschaft sei, die urbane Photovoltaik weiter auszubauen. Bereits im letzten Jahr gelang es ihr, die Projektentwicklung auf mehreren großflächigen Dächern im Münchner Stadtgebiet voranzutreiben.

Corinna Lang

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