Deutsche Solaranlage für SOS-Kinderdorf

Schulklasse in Kenia; Foto: shutterstock

Das deutsche Unternehmen Asantys Systems GmbH hat gemeinsam mit dem kenianischen Unternehmen African Solar Designs Ltd. die drittgrößte Solaranlage Ostafrikas errichtet. Die Anlage ist im SOS-Kinderdorf Mombasa im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) installiert worden und konnte kürzlich ihren Betrieb aufnehmen. Im Juni soll die Anlage feierlich eingeweiht werden.

Solarmodule aus deutscher Produktion

Mit der Exportinitiative Erneuerbare Energien werden kleine und mittelständische deutsche Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche bei der Erschließung von Auslandsmärkten unterstützt. Im Rahmen des Projektentwicklungsprogramms (PEP), das die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH als Projektträger durchführt, unterstützt die Exportinitiative gezielt die Positionierung deutscher Unternehmen in sich entwickelnden Märkten in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Die Projektidee für die solare Energieversorgung des SOS-Kinderdorfes wurde im Rahmen einer von der GIZ organisierten Geschäftsreise nach Kenia im März 2010 entwickelt und der Kontakt zum SOS-Kinderdorf Mombasa hergestellt. Die Asantys Systems GmbH und African Solar Designs haben Solarmodule der CentroSolar AG und Wechselrichter der SMA Solar Technology AG verwendet, die im Vorfeld ebenfalls an verschiedenen Maßnahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien teilgenommen haben.

Einspeisung von Solarstrom in das örtliche Netz

Im SOS-Kinderdorf Mombasa wohnen rund 130 Kinder. An die angeschlossene Hermann-Gmeiner-Schule gehen zusätzlich viele Kinder aus der Umgebung. Dort lernen insgesamt 500 Schüler. Bei Inbetriebnahme wird die Solaranlage, die über eine Spitzenleistung von 60 Kilowatt verfügt, die Stromversorgung des gesamten Wohn- und Schulkomplexes des SOS-Kinderdorfes sicherstellen. Langfristig ist es das Ziel, neben der Deckung des Eigenverbrauchs Solarstrom in das örtliche Netz einzuspeisen – ein absolutes Novum in Kenia.

Daniel Seemann

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