Heizung modernisieren dank der Raustauschwochen

Die alte Heizung modernisieren mit den Raustauschwochen.
Die alte Heizung modernisieren mit den Raustauschwochen.

Ist Ihr Heizkessel 20 Jahre alt oder älter und hat seine besten Zeiten hinter sich? Dann zögern Sie nicht mit der Heizungsmodernisierung zu beginnen. Jede Minute mit einer neuen, effizienten Heizung spart bares Geld und schont die Umwelt. In vielen deutschen Bundesländern können Sie dazu ab März mit zusätzlicher Unterstützung rechnen – finanziell und durch Bürokratieabbau. Dafür sorgt der Verein Zukunft Erdgas e.V. mit seinen Raustauschwochen. 

Viele deutsche Heizungsanlagen haben ihre besten Tage lange hinter sich. Doch der Austausch der alten Heizung wartet mit so einigen Hürden auf. Noch bevor der geneigte Heizungstauscher überhaupt an die Finanzierung denken kann, verzweifelt er für gewöhnlich bereits am Bürokratie-Dschungel. Um in den Genuss der bestmöglichen Förderungen – von denen es durchaus reichlich gibt – zu kommen, müssen erstmal die KfW-Unterlagen ausführlich und fehlerfrei ausgefüllt werden. Dagegen kommt dem Laien das Ausfüllen der Steuererklärung wie das Schreiben einer Geburtstagseinladung vor.

Das haben letztes Jahr auch die Versorger gemerkt. Im März 2017 startete der Verein Zukunft Erdgas e.V. in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland die Raustauschwochen. Bis einschließlich Oktober griffen Stadtwerke und Energieversorger Interessierten bei der Heizungsmodernisierung kräftig unter die Arme. Von den Geräteherstellern kamen 200 Euro Bonus für die neue Heizung.

Mit Erfolg: Rund 4.200 alte Heizungsanlagen wurden durch neue Geräte ersetzt. Außerdem löste die Initiative zur Heizungsmodernisierung Investitionen von gut 35 Millionen Euro aus. Entscheidend für den Erfolg der Raustauschwochen war die Zusammenarbeit der Stadtwerke und Energieversorger mit Geräteindustrie und Handwerk. So geht Energiewende von unten. 270.000 Tonnen CO2 erwarten sich die Initiatoren dadurch einsparen zu können. „Diese Zahlen zeigen, dass wir einen guten Ansatz gefunden haben. Mit einem überschaubaren Anreiz können wir Beachtliches erreichen. Neben der Modernisierung zähle ich auch die gestiegene Aufmerksamkeit für die Heizungsmodernisierung als Erfolg“, bilanzierte damals Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Erdgas.

Zweite Raustauschwochen starten im März 2018

Auch der Bund hat das Potenzial der Raustauschwochen erkannt. Über die KfW und das Bafa wird dieses Jahr die private Heizungsmodernisierung weiter unterstützt. An den nun bundesweiten Raustauschwochen beteiligen sich dieses Jahr mehr als 100 Stadtwerke und Energieversorger sowie Fachbetriebe. Neben den Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarbrücken sind dieses Jahr auch Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Teile Niedersachsens und die Insel Rügen mit von der Partie.

Wie gehabt starten die Raustauschwochen im März. Bis einschließlich Oktober dürfen sich Interessierte dann über Unterstützung bei der Heizungsmodernisierung freuen. Auf der Website www.raustauschwochen.de finden Verbraucher Informationen darüber, ob sich ihr Versorger an der Aktion beteiligt und erfahren mehr über Zuschüsse und weitere Vorteile.

Auch dieses Jahr dürfen sich Heizungstauscher wieder über eine Prämie von 200 Euro freuen. Doch damit nicht genug: durch die Beteiligung der KfW kann man noch eine weitere Förderung von durchschnittlich 1.300 Euro erwarten. Als ganz besonders attraktiv wird sich allerdings ein weiterer Service erweisen. Die beteiligten Stadtwerke übernehmen die gesamte Abwicklung zur Beantragung und Auszahlung der Fördergelder. Den lästigen Bürokratie-Dschungel umgehen zu können und trotzdem die bestmögliche Förderung zu erhalten, ist sicher der größte Anreiz der diesjährigen Raustauschwochen.

Das weiß auch der Geschäftsführer des Verbands der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft, Roman Kaak: „Daher sind viele Kunden der Stadtwerke dankbar, wenn wir uns für sie durch den Formalien-Dschungel schlagen.“ Denn eine energieeffiziente Heizung trägt wesentlich zur CO2-Vermeidung bei und senkt die Energiekosten im Haushalt.

 

Quelle: Presseportal