Erste Schritte in Richtung „Umdenken“ in Australien

In rund 60 Ländern der Welt wird die Einspeisevergütung von Solarstrom bereits erfolgreich analog zum Erneuerbare-Energien-Gesetzt (EEG) geregelt. Um die Stromgewinnung mittels Sonnenenergie attraktiver zu gestalten, bedient sich nun auch Australien einer kostendeckenden Solarstrom-Vergütung.

Die australische Hauptstadt Canberra führt zu diesem Zweck ebenfalls eine Einspeisevergütung ein, die mit 50,05 australischen Cent belohnt wird – das 3,88-fache des normalen Strompreises. Anders als bei vielen anderen australischen Vergütungsmodellen soll den Bürgern nicht nur der Überschuss nach Abzug des Eigenverbrauchs an Strom aus erneuerbaren Energien, sondern jede Kilowattstunde Strom vergütet werden. Die Konkurrenzfähigkeit von Solarstrom gegenüber der herkömmlichen Stromgewinnung dürfte damit auch das Projekt des Messeveranstalters Royal Agricultural & Horticultural Society of South Australia vorangetrieben haben. Dieser vergab kürzlich den Auftrag an das australische Unternehmen Solar Shop Australia, Pty Ltd., Photovoltaikanlagen auf sechs Dächern der Messe von Adelaide zu installieren und damit das größte Photovoltaik-Kraftwerk Australiens zu schaffen. Die Module für dieses imposante Unterfangen liefert der weltgrößte Hersteller von Dünnschichtmodulen First Solar aus Arizona. Deren kosteneffektive Solartechnologie, Produktionskosten von unter einem US-Dollar je Watt, schafft die Grundlage für die Popularität von erneuerbaren Energien, die auch bezahlbar sind. Im dritten Quartal soll die Solarstromanlage betriebsbereit sein und den gesamten Strombedarf der Messe, der bislang aus herkömmlichen Quellen bezogen wurde, durch Solarstrom ersetzen. Bleibt nur zu wünschen, dass auch andere Unternehmen diesem Beispiel folgen und Elektrizität aus herkömmlichen Quellen durch Solarstrom ersetzen.

Judith Schomaker

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