Erneuerbare sorgen für fast zehn Millionen Arbeitsplätze

9,8 Millionen Arbeitsplätze in Erneuerbaren Energien 2016
IRENA: Fast zehn Millionen Jobs in den erneuerbaren Energien.

Fast zehn Millionen Menschen arbeiteten 2016 weltweit in der Branche der erneuerbaren Energien. Das ist ein Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. So schreiben es die Autoren des Arbeitsmarktreportes der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA). Vor Allem sinkende Kosten und staatliche Förderungen hätten in den vergangenen Jahren für steigende Investitionen und Beschäftigungszahlen in der Branche gesorgt. Beim ersten Bericht aus dem Jahr 2012 waren es noch knapp sieben Millionen Beschäftigte im Erneuerbaren-Sektor.

 „In den vergangenen vier Jahren hat sich zum Beispiel die Zahl der Arbeitsplätze im Solar- und Windbereich mehr als verdoppelt“ sagte IRENA-Chef Adnan Z. Amin.

Unter den Technologien machte der Solarsektor, also Photovoltaik-Anlagen, mit 3,1 Millionen Beschäftigten den Hauptteil aus. Während die Analysten hier vor allem ein Wachstum in China, den USA und Indien feststellten, ging die Zahl der Arbeitsstellen in Japan und in Europa zurück. Bei der Windkraft sorgten Installationen in den USA, Deutschland, Indien und Brasilien für einen Jobzuwachs von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hier kommt der Bericht auf insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigte weltweit.

Bioenergie

In der Bioenergie stellen weiterhin Biokraftstoffe mit 1,7 Millionen die meisten Arbeitsplätze, gefolgt von Biomasse mit etwa 700.000 und Biogas mit etwa 300.000 Beschäftigten, so die IRENA-Studie. In der Energiegewinnung durch Wasser seien zudem weitere 1,5 Millionen Menschen beschäftigt. Erstmals seien dabei große Wasserkraftwerke in der Statistik berücksichtigt worden.

Mit fast zwei Drittel aller Jobs in der Branche stellt Asien den Hauptteil der Beschäftigten. 62 Prozent der Arbeitsplätze sind im fernen Osten zu finden. Die meisten Arbeitsplätze gibt es mit 3,6 Millionen in China. Die USA, Indien, Japan und Deutschland folgen dahinter.

Allerdings machen die erneuerbaren Energien auch in Afrika Fortschritte. Die nordafrikanischen Staaten sowie Südafrika stellen immerhin drei Viertel der 62.000 Beschäftigten des Kontinents.

Sinkende Kosten und politische Rahmenbedingungen hätten einen konstanten Anstieg von Investitionen und Beschäftigung ermöglicht. Für 2030 rechnet IRENA mit 24 Millionen Arbeitsplätzen im Bereich der erneuerbaren Energien. Amin zufolge könnten diese mehr als kompensieren, dass fossile Arbeitsplätze wegfallen, und weltweit zu einem ökonomischen Treiber werden.

Quelle: Internationale Organisation für Erneuerbare Energien