Energiewende: Maßnahmen der Regierung reichen nicht aus

Am 3.12.2104 hat die Bundesregierung in Berlin den jüngsten Fortschrittsbericht zur Energiewende vorgestellt. Ziel des Berichts ist, laut Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, die Energiewende zu systematisieren und sie plan- und nachvollziehbar zu machen. Der Fortschrittsbericht thematisiert den aktuellen Stand der Energiewende und zeigt dessen Ziele auf. Außerdem werden darin Maßnahmen genannt, um diese umzusetzen.

Im Zuge der Veröffentlichung hatte die Bundesregierung eine unabhängige Experten-Kommission dazu beauftragt, schriftlich Stellung zu diesem Fortschrittsbericht zu nehmen. Am Mittwoch erläuterte das vierköpfige Gremium dann erstmals offiziell die konkrete Ergebnisse. Das berichtete heute das Onlineportal „Solarserver“

Dass die Bundesregierung den Klimaschutz zu so einem wichtigen Thema mache, sei grundsätzlich begrüßenswert, sagte Gremiumsmitglied Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg. Allerdings gebe es Anlass zur Sorge, dass die Bundesregierung in Teilbereichen der Energiewende das angepeilte Ziel nicht erreichen werde.

Vor allem der Bereich Energieeffizienz bleibe demnach noch deutlich hinter den Zielen und Möglichkeiten der Regierung zurück. Auch die Photovoltaik sei im Hinblick auf das Gesamtpotenzial noch ausbaufähig. Bei der Windkraft sei es vor allem an den einzelne Bundesländern, ausreichend Fläche für den Ausbau zur Verfügung zu stellen. Die Bundesregierung müsse gewährleisten, dass die geplante Umstellung auf ein Ausschreibungsmodell so gestaltet werde, dass die weitere Entwicklung nicht behindert werde.

Die weiteren Maßnahmen, die die Bundesregierung plant, um ihre ambitionierten Klimaschutzziele doch noch zu erreichen, seien insgesamt nicht deutlich genug formuliert. Es sei wichtig, diese in absehbarer Zeit zu präzisieren und auch in die Tat umzusetzen.

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