Energiewende: Energiebranche fehlen finanzielle Mittel

Die Verbraucher freut es, für die Stromanbieter ist es kein Grund zum Feiern: Bundesweit fallen die Strompreise. Die Großhandelspreise an der Strombörse in Leipzig sind so niedrig wie lange nicht mehr. Grund sind vor allem die günstigen regenerativen Energiequellen. Auch die Netzbetreiber haben aufgrund fehlender Leitungen und starker Schwankungen im Netz, verursacht durch den steigenden Anteil der Erneuerbaren, immer mehr Kosten zu decken.

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Energiebranche verschlechtert sich aufgrunddessen zusehens. Die Politik muss handeln, fordern daher jetzt die Unternehmen. Denn die Energiewende hat ihren Tribut gezollt. Viele Energieanbieter und Netzbetreiber sind finanziell schwer getroffen und arbeiten gerade noch kostendeckend oder erwirtschaften sogar Verluste.

Das wird sich letztendlich auch negativ auf die Energiewende auswirken, denn den Firmen fehlt es jetzt an finanziellen Mitteln für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Und gerade Neuerungen und innovative Technologien sind wichtig für den weiteren Erfolg der Energiewende.

Die Bundesregierung muss daher dringend Lösungen finden. In vielen Bereichen. Und das wird schwierig, denn es gibt gleich mehrere Probleme zu lösen:  Zum einen muss dafür gesorgt werden, dass die konventionelle Energieversorgung in Deutschland rentabel für die Anbieter und somit weiter gewährleistet bleibt. Denn noch ist nicht abzusehen, wann die erneuerbaren Energien den Bedarf völlig sichern können. Auch muss eine Lösung für die effiziente und ökonomische Einspeisung der von Umweltbedingungen stark abhängigen regenerativen Energien gefunden werden. Außerdem muss der Energiebranche Geld für neue Entwicklungen zur Verfügung stehen.

BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller sagte dazu in Berlin, energiepolitisch müsse 2015 das Jahr werden, in dem „das Allgemeine endlich konkret wird.“ 

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