Energiewende: Deutschland Vorbild trotz wachsender Emissionen?

Laut eines gestern erschienenen Berichts auf „taz.de“ steigen die CO2-Emissionen in Deutschland, trotz des gut voranschreitenden Ausbaus erneuerbarer Energien, weiter an. Zwar sei Deutschland aufgrund seiner Klimaschutzpolitik bereits heute Vorbild für viele Länder, aber wegen seiner dennoch weiter steigenden CO2-Emissionen beim Klimaschutz- Ranking nur im Mittelfeld zu finden.

Christiana Figueres, Chefin des UN-Klimarats sagte dazu, der von Deutschland beschrittene Weg müsse von vielen Ländern ebenfalls gegangen werden. Gerade Entwicklungsländer interessierten sich sehr für den Weg weg von fossilen Rohstoffen zu erneuerbaren Energien. Das Klimaschutzziel der deutschen Regierung  könne Vorbild für den globalen Klimaschutz sein.

Dennoch muss Deutschland in einigen Punkten noch aufholen. So werden wirtschaftliche Interessen oft vor den Klimaschutz gestellt und auch im Bereich Energieeffizienz und Verkehr muss Deutschland mehr Engagement zeigen. Außerdem ist Deutschland, außerhalb der EU, paradoxerweise noch immer das Land mit den meisten Subventionen für fossile Energien. Mit rund 48 Milliarden Euro hat der Staat in den letzten 15 Jahren die Öl-, Gas und Kohleindustrie gefördert.

Das schlägt sich in den steigenden CO2-Werten nieder. Um das deutsche Klimaschutzziel doch noch zu erreichen, müssten nun die richtigen politischen Signale gesetzt werden, so das Fazit der Entwicklungsorganisation Germanwatch.

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