Energieregion Weiz-Gleisdorf

Die Energieregion Weiz-Gleisdorf in der österreichischen Steiermark wurde Anfang November mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis in der Kategorie „Regionen und öffentlicher Raum“ ausgezeichnet. Nachdem ich hier bereits über zwei andere Preisträger – das Null-Energie-Hotel Stadthalle Wien und die Stromboje von Aqua Libre – berichtet habe, möchte ich auch diesen Preisträger etwas näher vorstellen.

Mit der Energieregion Weiz-Gleisdorf verbindet mich insofern ein besonderes Band, als ich in Weiz aufgewachsen bin. Nachhaltigkeit und saubere Energie war damals aber nicht unbedingt etwas wofür die Region bekannt war. Umso beeindruckender, was sich dort seit Beginn des Projektes im Jahre 1996 getan hat.

Mit einer Kombination aus gelungener Vorbildwirkung der beteiligten Gemeinden, guter Öffentlichkeitsarbeit, kostenloser Energieberatung für Anwohner und der Förderung verschiedenster Energieprojekte und –maßnahmen ist es gelungen, die Treibhausgas-Emissionen der gesamten Region innnerhalb von fünf Jahren um 25 Prozent zu reduzieren. Ein beachtlicher Erfolg, zu dem nicht zuletzt auch die Bewohner selbst beigetragen haben, indem sie die Informationen und Angebote angenommen und bei der Planung und Umsetzung verschiedenster Eigenheime erfolgreich angewendet haben.

Im Detail erreichte die Energieregion Weiz-Gleisdorf die beeindruckende Verbesserung der Energiebilanz hauptsächlich durch die Installation von Solar- und Photovoltaikanlagen, hochwertige Gebäudemodernisierungen und die Nutzung von Biomasse, wie beispielsweise Pellets oder Planzenöl.

Das erklärte Ziel all dieser Maßnahmen ist es, bis zum Jahr 2020 energieautark zu sein, also gleich viel Energie zu produzieren, wie auch verbraucht wird. Und diesem Ziel ist die Energieregion Weiz-Gleisdorf definitiv schon ein großes Stück näher gekommen. Ich freue mich auf jeden Fall über die Auszeichnung meiner Heimatregion mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis!

Matthias Schaffer

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