E-Energy made in Germany

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Während der Begriff “Smart Grid” als Synonym für internationale Aktivitäten und Initiativen zum Ausbau einer dezentralen Stromversorgung steht, versteht man E-Energy als eine Art deutschlandweites Smart Grid. Das IKT-basierte Energiesystem der Zukunft wurde bereits im Jahr 2006 auf dem IT-Gipfel als nationalen Leuchtturmprojekt angekündigt und genießt einen Förderschwerpunkt in der Technologiepolitik der Regierung um Angela Merkel.

Insgesamt sechs Modellprojekte gingen als Sieger des 2007 ausgeschriebenen E-Energy-Technologiewettbewerbs hervor. Sie werden über einen Zeitraum von vier Jahren mit insgesamt 60 Millionen Euro von BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) und BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) gefördert. Zusammen mit den Eigenmitteln der Projektsieger stehen insgesamt 140 Millionen Euro für den Aufbau der Modellregionen zur Verfügung.

Ziel dieses herausragenden Projekts ist die Unterstützung der effizienten Elektrizitätserzeugung, sowie deren Verteilung und Nutzung mittels innovativer IKT-Lösungen. Somit sollen alle energierelevanten Wirtschaftsaktivitäten auf einen Punkt gebracht werden und helfen, die erneuerbaren Energien auszubauen und die Energieeffizienz zu erhöhen. Bis zum Jahr 2012 haben nun die ausgewählten Modellregionen die Chance, ihre erfolgversprechenden Ideen bis zur Marktfähigkeit zu bringen und auf Alltagstauglichkeit zu testen.

Das Hauptaugenmerk der Modellregionen liegt dabei auf einer höchstmöglichen Wirtschaftlichkeit, exzellenter Umweltverträglichkeit bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit, die mit Hilfe der IKT (Informations – und Kommunikationtechnologie) zu einem intelligenten, dezentralen Energiesystem ausgebaut werden soll. Ein integratives System mit einem hohen Kommunikationswert von der Stromgewinnung, über Speicherung, Transport und Verteilung bis hin zur effizienten Verwendung des Stroms. Nur durch ein solches „Internet der Energie“ ist es möglich, alle Akteure auf dem Strommarkt so zu vernetzen, dass stets nur die Menge an Strom produziert wird, die auch tatsächlich benötigt wird.

Die sechs Gewinner des Wettbewerbs sind deutschlandweit verteilt und werden in den kommenden Beiträgen näher vorgestellt.

Judith Schomaker

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