Deutschland fördert erneuerbare Energien in Indien

Indische Flagge; Bild: shutterstock

Deutschland und Indien gehen gemeinsame Wege beim weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien. Deutschland wird das Schwellenland künftig verstärkt beim Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen. Die staatliche KfW Entwicklungsbank hat in diesem Zusammenhang Anfang März im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) in New Delhi mit der Indian Renewable Energy Development Agency (IREDA) ein Kreditabkommen geschlossen.

Ziel ist es, mit dem Kredit neue Technologien sowie interessante Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle in den Bereichen Solarenergie – sowohl Photovoltaik (PV) als auch Solarthermie –, Windkraft, Biomasse und Wasserkraft zu fördern.

Indien hat ehrgeizige Ziele im Energiesektor

Der unterzeichnete Förderkreditvertrag „New Renewable Energy Programme“ umfasst eine Kreditlinie von 200 Millionen Euro. Begleitet wird das Darlehen von einem Zuschuss über 500.000 Euro, der für die technische Unterstützung von IREDA vorgesehen ist. Die Laufzeit des Kredits beträgt zwölf Jahre einschließlich eines dreijährigen Schuldenmoratoriums.

Das Kreditabkommen ist bereits das vierte seiner Art zwischen der KfW Entwicklungsbank und IREDA in den vergangenen 20 Jahren. Für IREDA ist es zugleich das größte Refinanzierungsdarlehen seit Bestehen der Förderbank. Indien ist beim Ausbau der erneuerbaren Energien stark an technischen und finanziellen Kooperationen mit internationalen Partnern interessiert: Das Land hat sich ehrgeizige Ziele im Energiesektor gesetzt. Bis 2022 sollen sich die netzgebundenen Erzeugungskapazitäten von heute 19 auf 75 Gigawatt vervierfachen.

Anteil der Erneuerbaren am Energiemix soll steigen

Vor allem die Nutzung der Sonnenenergie soll vorangetrieben werden. Im Rahmen der „Solar Mission“ werden bis 2022 PV- und Solarthermie-Projekte mit einer Leistung von 20 Gigawatt von der Zentralregierung gefördert. Aber auch die Windkraft sowie Biomasse und Wasserkraft sollen in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Derzeit beträgt der Anteil der erneuerbaren Energien am indischen Energiemix etwa elf Prozent.

Daniel Seemann

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