Bund fördert Innovationen im Wärmemarkt

Förderung für Wärmeinnovation
Das Anreizprogramm für Energieeffizienz fördert- nun Brennstoffzellenheizungen. Anschaffung und Beratungskosten, Installation und einen Vollwartungsvertrag werden gefördert.

Das Bundeswirtschaftsministerium setzt verstärkt auf innovative Wärmelösungen. Seit Anfang Juli werden Brenn­stoffzellen­heizungen in Wohn- und Nichtwohn­gebäuden bezuschusst sowie Niedertemperatur-Wärmenetze mit einem Mindestanteil von 50% Erneuerbarer Energien gefördert.

Brennstoffzellenheizungen mit einer elektrischen Leistung zwischen 0,25 und fünf Kilowatt werden nun durch das Anreizprogramm Energieeffizienz auch in Nichtwohngebäuden gefördert. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen, Contractoren und Kommunen. Bisher galt die Förderung nur für private Wohngebäude. Abhängig von der Leistung liegt der Zuschuss zwischen 7.050 Euro und 28.200 Euro. Gefördert werden die Anschaffungskosten, die Installation, ein Vollwartungsvertrag in den ersten zehn Jahren sowie Beratungskosten. Die Beantragung erfolgt über die KfW. „Die Neuerungen für den gewerblichen Bereich sind ein wichtiger Faktor, um diese hocheffiziente und zukunftsweisende Technologie breitenwirksam in den Markt zu bringen“, so Staatssekretär Rainer Baake vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi).

Brennstoffzellenheizungen sind kleine Blockheizkraftwerke (BHKWs), die Strom und Wärme im Doppelpack liefern. Allerdings ohne Motor, sondern mittels der direkten Umwandlung der im Wasserstoff gespeicherten chemischen Energie in Strom. Den Wasserstoff gewinnen die Anlagen mittels eines sogenannten Reformers aus Erdgas oder Biomethan. Verglichen mit der herkömmlichen Brennwerttechnik und Strombezug aus dem Netz verbrauchen die Brennstoffzellenheizgeräte gut ein Drittel weniger Energie. Derzeit wird knapp ein Dutzend Geräte am Markt angeboten.

Neu ist ein Förderprogramm für „Modellvorhaben Wärmenetzsysteme 4.0“. Sie zeichnen sich durch hohe Anteile erneuerbarer Energien (mindestens 50 Prozent), die effiziente Nutzung von Abwärme sowie ein deutlich niedrigeres Temperaturniveau aus. Bezuschusst werden zunächst Machbarkeitsstudien mit bis zu 60 Prozent, sowie in einem zweiten Schritt die Realisierung mit bis zu 50 Prozent. Die Förderung kann beim BAFA beantragt werden. In Kürze sollen hierzu laut BMWi weitere Informationen online verfügbar sein.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßte das neue Förderprogramm als „sinnvolle zusätzliche Unterstützung für eine saubere Nah- und Fernwärmeversorgung“, so Geschäftsführer Harald Uphoff. Doch hält der BEE darüber hinaus eine verbindliche kommunale Wärmeplanung für dringend notwendig. „Die Wärmeplanung ist das A und O für die langfristige Transformation der Wärmenetze“, betont Uphoff. Mit einem Anteil von lediglich zwölf Prozent sei der Anteil der leitungsgebundenen Wärme an der Gesamtwärmeversorgung noch viel zu niedrig. Zudem müssten bestehende Fernwärmenetze dekarbonisiert werden.

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