Auf Ökostrom umsteigen und doppelt profitieren!

Ab Januar 2010 werden viele Stromanbieter wieder die Preise erhöhen. Laut dem unabhängigen Verbraucherportal Toptarif.de planen mindestens 46 regionale Versorger eine Erhöhung, teilweise um bis zu 14 Prozent. Im bundesweiten Durchschnitt liegt die Erhöhung zum nächsten Jahr bei 4,7 Prozent. Das ist der ideale Zeitpunkt, um zu einem Ökostromanbieter zu wechseln.

Häufig gibt es in der Bevölkerung noch Vorbehalte gegenüber dem Anbieterwechsel. Diese sind jedoch unbegründet. Die größte Sorge ist meist, dass zum Beispiel in der Umstellungsphase oder bei einer Pleite des neuen Anbieters der Strom abgestellt wird. Gesetzlich ist der jeweilige Regionalanbieter jedoch verpflichtet, die Versorgung mit Strom aufrechtzuerhalten.

Auch der Wechsel ist sehr einfach und jederzeit möglich, sofern Sie nicht bereits einen neuen Tarif mit Vertragsbindung eingegangen sind. Einen günstigeren Anbieter finden Sie über eines der zahlreichen Verbraucherportale. Beispielsweise Verivox, Testsieger der Stiftung Warentest mit der Note 1,1. Hierzu müssen Sie nur die Postleitzahl, den Stromverbrauch (zum Beispiel vom letzten Jahr) und den derzeitigen Stromtarif eingeben. Schon erscheinen in aller Regel zahlreiche günstigere Tarife. Zum Wechseln muss auch nur ein einfaches Formular ausgefüllt werden, um den Rest kümmert sich der neue Anbieter. Aber welchen Tarif wählen?

Grundsätzlich muss diese Entscheidung natürlich jeder für sich treffen. Der günstigste Tarif ist aber nicht unbedingt der beste. Ein zweiter Blick lohnt, da diese Tarife häufig lange Vertragslaufzeiten haben oder Vorauskasse fordern. Außerdem können Sie den Zeitpunkt nutzen, um zu einem Ökostromanbieter zu wechseln.

Sehr häufig finden sich Ökostromanbieter, die günstiger sind als der bisherige Regionalversorger. So kann man gleich doppelt profitieren: Zum einen spart man bares Geld und zum anderen leistet man einen erheblichen Beitrag zum Schutz unseres Klimas.

Aber auch bei Ökostromanbietern gibt es feine Unterschiede. Einige Anbieter kaufen nur Ökostromzertifikate, also das Recht am Ökostrom. Wenn sie zu so einem Anbieter wechseln, trägt das nicht zwangsläufig dazu bei, dass der Ökostromanteil am Gesamtstromverbrauch steigt.

„Echte“ Ökostromanbieter sollten daher das „Grüne Strom Label„, das „OK-Power Label“ oder die „Ökostrom-Zertifizierung“ des TÜV Süd oder TÜV Nord tragen. Gemeinsam haben diese Label, dass der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, also Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse, Klärgas, Geothermie und Kraftwärmekopplung (KWK) stammt, wobei der KWK-Anteil 50 Prozent nicht übersteigen darf. Außerdem darf ein Preisaufschlag gegenüber dem Standarttarif nur dazu genutzt werden, um in den Neubau regenerativer Energien zu investieren. Weitere Kriterien können am besten den einzelnen Label-Anbietern entnommen werden.

Der Umstieg auf Ökostrom ist also weder riskant, noch schwer oder teuer. Im Gegenteil, häufig sogar deutlich günstiger. Jetzt liegt es an jedem selbst, den Schritt zu wagen.

Oliver Hölzinger

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