Arbeitsplatz dank EEG

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Rund 367.400 Beschäftigte sind im Bereich der erneuerbaren Energien im Jahr 2010 tätig. Im Vergleich zum Jahr 2004 ein Zuwachs von gut 129 Prozent, damals waren es nur 160.500 Menschen, die eine Beschäftigung in diesem Bereich innehatten. Etwa 70 Prozent dieser Arbeitsplätze können auf die Entwicklung des Erneuerbare-Enegie-Gesetzes (EEG) zurückgeführt werden, so das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in seiner Statistik zu Entwicklung und Ausbau der Erneuerbaren.

Entsprechend der Arbeitsplatzgestaltung sind auch die Investitionen zur Nutzung der erneuerbaren Energien zwischen 2005 und 2010 deutlich gestiegen. In erneuerbare Energie-Anlagen wurden im Jahr 2010 etwa 26,6 Milliarden Euro investiert. Das sind fast sechs Milliarden mehr als noch im Jahr 2009 und das, obwohl die Investitionen in allen Bereichen leicht rückläufig waren. Nur in der Photovoltaik-Branche hat sich einiges getan. 19.500 Millionen Euro entfallen 2010 allein auf den Bereich Photovoltaik. Platz zwei mit 2.500 Millionen Euro Investitionsvolumen belegt die Windkraft.

Einen deutlichen Beschäftigungszuwachs gab es bei der Solarenergie somit ebenfalls. Waren es im Jahr 2004 nur 25.100 Beschäftigte, so stieg die Zahl im Jahr 2010 auf 120.900, was etwa ein Drittel der insgesamt im erneuerbaren Energiebereich Beschäftigten ausmacht. Ein ähnlich starkes Wachstum verzeichnet der Bereich Biomasse, der mit 122.000 Beschäftigten ebenfalls ein Drittel der Bruttobeschäftigungen ausmacht. Damit nimmt die wirtschaftliche Bedeutung der erneuerbaren Energien deutlich zu und entwickelt einen ganz eigenen Jobmotor. Auch, wenn die Windenergie erstmals im vergangenen Jahr mit Einbußen zu kämpfen hatte und nicht jeder Bereich der Erneuerbaren ein so starkes Wachstum an den Tag legt, wie die Photovoltaik, so wird sich der erneuerbare Energiebereich doch auch in Zukunft als wichtiger Wirtschaftssektor behaupten.

Judith Schomaker

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