Apple steigt bei Windenergie ein

Der Computerriese Apple hat bei den US-Behörden ein Patent im Bereich Windenergie beantragt. Es geht dabei um die Speicherung von Windenergie mit Hilfe von Flüssigkeiten.

Nach den Vorstellungen des Unternehmens sollen die Windkraftanlagen nicht nur Energie erzeugen, der über einen Generator in Ökostrom umgewandelt wird. Denn durch die Reibung des Getriebes entsteht auch Wärme. Und genau diese überschüssige Wärme soll in Apples Windturbine nicht einfach verfliegen, sondern in einem flüssigen Speichermedium gespeichert werden und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgegeben werden können. Die in der Flüssigkeit gespeicherte Wärme könnte dann eine andere Flüssigkeit, etwa Wasser, zum Kochen bringen. Der dabei entstehende Dampf soll daraufhin eine Dampfturbine antreiben, die wieder Strom erzeugt.

Google baut Windpark

In der 14-seitigen Patentanmeldung von Juni 2012, die vom US Patent & Trademark Office erst Ende 2012 veröffentlicht worden ist, wird die Funktionsweise der Windenergieanlage im Detail erläutert. Unklar ist nach wie vor, ob Apple das Patent für eigene Zwecke oder zu Vermarktungszwecken beantragt hat. Der Hintergrund: Für Internet- und Computerfirmen spielen Aspekte wie Klimaschutz und die Nutzung regenerativer Energien eine immer größere Rolle.

Schon lange beschäftigt sich beispielsweise der Suchmaschinen-Gigant Google mit diesem Thema und hat bereits kräftig investiert. Im November 2012 hatte Google im US-Bundesstaat Iowa einen 50 Megawatt großen Windpark für 75 Millionen US-Dollar erworben, mit dem das Unternehmen rund ein Drittel seines Strombedarfs erzeugt. Insgesamt hat Google bislang etwa eine Milliarde US-Dollar in erneuerbare Energien gesteckt. 

Nicht alle IT-Firmen setzen auf Erneuerbare

In einer Studie vom April 2012 hatte Greenpeace die Nachhaltigkeit der Energieversorgung bei verschiedenen IT-Konzernen anlaysiert. Unter dem Titel „How clean is your cloud“ wurden dabei zwei Gruppen von Firmen identifiziert. Unternehmen wie Google, Yahoo und Facebook setzen demnach zunehmend auf erneuerbare Energien für ihre Rechenzentren. Dagegen versorgen sich Apple, Amazon und Microsoft bisher noch überwiegend mit Kohle- und Atomstrom. 

Daniel Seemann

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