Anteil Erneuerbarer am Energieverbrauch steigt 2017

Anteil Erneuerbarer am Energieverbrauch wächst 2017. Spitzenreiter Windkraft.
Verbrauch Erneuerbarer steigt 2017 an. Windkraft Spitzenreiter.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien geht stetig weiter. Auch Atomausstieg und das langsame Zurückfahren der Steinkohleverstromung kommen voran. Das zeigen auch die vorläufigen Berechnungen der AG Energiebilanzen. Insgesamt stieg der Anteil erneuerbarer Energien vergangenes Jahr um sechs Prozent an. Gründe dafür waren gute Windverhältnisse und etwas mehr Sonnenstunden als in den Vorjahren. Mit rund 250 Stunden schien die Sonne im Juni am häufigsten. Davon profitierten natürlich Photovoltaik und Solarthermie.

 

Den größten Zuwachs hatte jedoch die Windkraft zu verzeichnen. Mit 34 Prozent mehr produzierter Energie im Vergleich zum Vorjahr waren die Windkraftanlagen Spitzenreiter unter den Erneuerbaren. Die Solarenergie wuchs im Vergleich nur geringfügig. Photovoltaik und Solarthermie konnten aber immerhin rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Auch die geothermischen Anlagen steuerten sieben Prozent mehr Energie zum Jahresverbrauch bei. Während die Energiegewinnung aus Biomasse stagnierte, sank einzig die Produktion durch Wasserkraftanlagen.

Anteil Erneuerbarer gegenüber Öl und Gas weiterhin gering

Mit 1773 Petajoule erreichten die erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch in Deutschland 2017 einen Anteil von 13,1 Prozent. Der deutsche Primärenergieverbrauch lag 2017 mit insgesamt 13.525 Petajoule um 0,8 Prozent höher als im Vorjahr. Gegenüber Mineralöl und Erdgas ist der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch weiterhin sehr niedrig. Die beiden konventionellen Energieträger konnten außerdem auch 2017 Zuwächse verzeichnen. Der Verbrauch von Mineralöl erhöhte sich um drei Prozent auf 4675 Petajoule. Der Erdgasverbrauch stieg um rund fünf Prozent auf 3200 Petajoule.

Rückläufig ist der Verbrauch bei Kernenergie und Kohle. Der erhöhte Anteil erneuerbarer Energien bei der Einspeisung in das Stromnetz führte zu Verdrängungseffekten. Außerdem gingen einige Steinkohlekraftwerke vom Netz. Das hatte zur Folge, dass der Steinkohleanteil am Energieverbrauch um gut zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr sank. Er erreichte eine Höhe von 1.489 Petajoule. Der Verbrauch von Braunkohle sank ebenfalls leicht um 0,6 Prozent. Bei der Kernenergie kam es wegen Kraftwerksrevisionen zu einem Minus von rund zehn Prozent. Insgesamt leistete die Kernenergie 2017 noch einen Beitrag von 828 Petajoule.

Quelle: AG Energiebilanzen

 

https://www.cleanenergy-project.de/solar-cluster-mehr-tempo-fuer-photovoltaik/

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