Der Stoff für Mobilität und Energieversorgung der Zukunft

6. Deutscher Wasserstoff Congress

In Berlin fand in der vergangenen Woche der 6. Deutsche Wasserstoff Congress statt. Mehr als 150 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft diskutierten gemeinsam die Zukunft und Bedeutung von Wasserstoff als Speichermedium für erneuerbare Energie.

Die Energiewende scheint derzeit auf der Kippe zu stehen. Die EEG-Novelle, die Ende April vom Bundestag beschlossen wurde, legt den Ausbauplänen und CO2-Einsparbemühungen einige Steine in den Weg. Umso mehr Bedeutung kommt wichtigen Punkten wie dem Netzausbau oder Speicherlösungen zu. Wasserstoff stellt bislang die einzige Möglichkeit dar, in großtechnischem Maßstab Strom zu speichern. Für den Ausbau der schwankungsanfälligen erneuerbaren Energien ist das unabdingbar.

Ebenso wichtig ist jedoch, da war man sich auf dem Congress einige, die Mobilitätswende. Auch im Mobilitätsbereich setzt man große Hoffnungen auf das Element mit der kleinsten Ordnungszahl. Die Brennstoffzellentechnologie stellt eine bedeutende Alternative zu Elektromobilen mit Batterietechnik dar – insbesondere in Sachen Reichweite, aber auch in größeren Maßstäben, beispielsweise dem Luftverkehr und der Schifffahrt – und könnte konventionelle Kraftstoffe sukzessive ersetzen. Hier ist man inzwischen bei der Marktreife angelangt, wie Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, auf dem Wasserstoff-Kongress darlegte.

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„Das Ergebnis nach knapp sieben Jahren Forschung und Entwicklungsförderung kann sich sehen lassen: Die Nutzung von Brennstoffzellen in mobilen, aber auch in stationären Anwendungen hat weitgehend ihre Alltagstauglichkeit und technologische Marktfähigkeit erreicht. Jetzt gilt es, die Markteinführung aktiv zu gestalten und den Markthochlauf zu unterstützen. Das Bundesverkehrsministerium bleibt in dieser entscheidenden Phase ein verlässlicher Partner für Wirtschaft und Wissenschaft“, so Ferlemann.

Auch Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, zeigte sich optimistisch. In seinem Grußwort am Beginn des Kongresses betonte er die Bedeutung des Wasserstoffs beim Ausbau der erneuerbaren Energien, dem Klimaschutz und dem Verkehrs- und Mobilitätskonzept der Zukunft. Die Energiewende wird nur dann vollzogen werden können, wenn dafür die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. Power-to-Hydrogen, die Umwandlung von Energie in Wasserstoff, wird dabei ein unerlässlicher Baustein sein.

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