Neuartige Batterie speichert Ökostrom effizienter

Eine der größten Hürden für die Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen ist bislang, dass die Energie nicht in größerem Umfang gespeichert werden kann. Gerade bei Solar- oder Windkraft ist dies ein Nachteil, da die Energie nur episodenweise erzeugt werden kann, zum Beispiel bei sonnigem Wetter oder bei Wind. Die Ökostromerzeugung ist also großen Schwankungen unterworfen, wodurch die Netzintegration erschwert wird.

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben jetzt eine innovative Batterie entwickelt, die zur Lösung dieses Problems beitragen könnte. Die Batterie ist komplett flüssig und soll eine wesentlich höhere Lebensdauer als herkömmliche Speicher haben. Grund dafür ist insbesondere der Austausch der Materialien für die Elektroden, wodurch eine um 200 Grad Celsius niedrigere Betriebstemperatur erreicht wird. Dadurch sei, ersten Tests zufolge, selbst nach 10 Jahren Laufzeit immer noch mit einer Leistungseffizienz von bis zu 85 Prozent zu rechnen. Außerdem kostet die Herstellung der Flüssigbatterie deutlich weniger als bisher verwendete Energiespeicher.

Zu Spitzenlastzeiten könnten diese Batterien die gespeicherte „grüne“ Energie zurück ins Stromnetz einspeisen und so den Ertrag aus erneuerbaren Energiequellen ergänzen und dauerhaft stabilisieren.

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