Mehr Geld vom Staat für das eigene BHKW

Mikro - BHKW sorgen für maximale Energieeffizienz und sparen Kosten

Blockheizkraftwerke (BHKW) erfreuen sich seit den frühen 1990er Jahren immer größerer Beliebtheit. Die Anlagen haben dank des Prinzips der Kraft- Wärme– Kopplung den Vorteil, dass sie elektrische Energie erzeugen und die dabei entstehende Wärme direkt nutzen können. Diesen Mehrwert erkennen auch immer mehr private Anwender. Sogenannte Mikro- Blockheizkraftwerke (Mikro- BHKW) versorgen immer mehr Eigenheime mit Strom und Wärme und helfen so neben CO2- Emissionen vor allem Energiekosten zu sparen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert deshalb die Investition in ein BHKW. Seit dem ersten Januar 2015 sogar mit verbesserten Konditionen.

Wir erklären, warum sich ein Mikro- BHKW fürs Eigenheim lohnen kann und verraten wie hoch die Käufer vom Staat bezuschusst werden.

In Schwimmbädern oder anderen großen Einrichtungen werden Blockheizkraftwerke bereits seit Jahren eingesetzt. Für Privatleute waren sie lange Zeit jedoch eher ungeeignet. Zum einen waren sie aufgrund ihrer Größe schwierig unterzubringen, zum anderen erzeugten selbst die kleinsten und damit für Privathäuser am ehesten geeigneten Kraftwerke viel mehr Leistung, als eigentlich benötigt wurde. Doch in den letzten Jahren hat sich im technischen Bereich einiges getan und die Hersteller bringen immer mehr Modelle auch für die Anwendung in Privathaushalten auf den Markt. Viele dieser neuen Mikro-Blockheizkraftwerke sind mittlerweile nicht viel größer als ein handelsüblicher Kühlschrank, und erzeugen mit 1,3 bis 3,0 Kilowatt elektrischer und 4,0 bis 8,0 Kilowatt thermischer Leistung genau die in privaten Ein- und Zweifamilienhäusern benötigte Energie und Wärme.

Die Modelle funktionieren nach einen bereits bekannten und bewährten Prinzip. Ein Verbrennungsmotor treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. Die dabei entstehende Wärme wird genutzt und kann zum Heizen und für die Warmwasserbereitung verwendet werden. Als Brennstoffe kommen Erdgas, Heizöl oder auch Biomasse infrage. Die direkte Nutzung der Abwärme erhöht den Energienutzungsgrad der Anlagen auf bis zu 90 Prozent. Es gehen also nur 10 Prozent der Energie verloren. Bei herkömmlichen Kraftwerken wird dagegen meist nur ein Nutzungsgrad von rund 40 Prozent erreicht.

Die Mikro- BHKW arbeiten damit weitaus effizienter und umweltfreundlicher als die bislang in Privathäusern am häufigsten verwendete Kombination aus externem Kraftwerk und Gasheizung, denn der unvermeidbare Energieverlust auf dem Weg vom Kraftwerk zum Eigenheim entfällt. Das spart Energiekosten und schont aufgrund der hohen Effizienz die Umwelt. Private Nutzer werden duch die eigenen Minikraftwerke weitestgehend unabhängig von ihren Energieanbietern und können Überschüsse wieder ins öffentliche Netz einspeisen. Über die EEG-Einspeisevergütung können so nach und nach die hohen Anschaffungskosten wieder ausgeglichen werden.

Aufgrund dieser Vorteile kann es sich für private Haushalte durchaus lohnen, ein Blockheizkraftwerk in Betrieb zu nehmen. Doch die Kosten liegen je nach Hersteller zwischen 15.000 und 20.000 Euro. Nicht jeder kann sich so eine Anlage ohne weiteres leisten, auch wenn Hochrechnungen ergeben, dass Eigenheimbetreiber eines Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche jährlich Strom und Heizkosten von bis zu 1.000 Euro sparen könnten. Als Anreiz für Privatpersonen, ein Mikro-Blockheizkraftwerk zu erwerben, wird die Investition in eine solche Anlage staatlich gefördert. 

Unterstützt wird der Einbau von Blockheizkraftwerken von der KfW-Bank und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Das BAFA fördert Anlagen unter anderem mit einem einmaligen Investitionszuschuss. Der Zuschuss zu einer für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser geeig­neten Anlage beträgt seit dem 1. Januar 1.900 Euro (vor­her 1.425 Euro). Außerdem hat das BAFA Bonusförderungen für besonders energieeffiziente Anlagen eingeführt. Weitere Informationen zum Heizen mit Mikro-BHKWs stellt das Serviceportal www.intelligent-heizen.info zur Verfügung.

Ob sich der Kauf eines Mikro-Blockheizkraftwerk generell lohnt, sollten Interessenten individuell klären. Grundsätzlich gilt: Umso konstanter die Anlage in Betrieb ist, desto lohnenswerter ist dessen Anschaffung, da dann alle Vorteile zum Tragen kommen. Auch der Wärmebedarf des jeweiligen Haushalts sollte den potenziellen Käufern vorher bekannt sein. Laut „Guter Rat.de“ sollte er bei wenigstens 15.000 bis 20.000 Kilowattstunden jährlich liegen.

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