Stromsparcheck für die Wohnungssuche

Stromsparcheck für die Wohnungssuche

Trautes Heim, Glück allein – manchmal kann es allerdings gerade bei der ersten Stromabrechnung  einer neuen Wohnung zu bösen Überraschungen kommen. Egal ob WG, Haus oder Wohnung: Als zukünftiger Mieter sollte man die Nebenkosten im Blick haben sowie den energetischen Zustand und die Anlagen der neuen Bleibe genauer betrachten.

Nun wissen wohl die wenigsten unter uns, wie man den energetischen Wert einer Wohnung feststellen kann und wo sich in einer Wohnung Energiefresser finden lassen.

Hierfür bietet die Kampagne SMERGY nun allerdings Abhilfe. Auf ihrer Homepage findet sich eine umfassende Checkliste, die bei der Besichtigung Punkt für Punkt abgehakt werden kann. Zunächst wird hier der Zustand der Wohnung erfragt: Hat die Wohnung wenig Außenwände? Vorteilhaft ist immer, wenn die Wohnung an möglichst vielen Seiten von anderen Wohnungen umgeben und somit gut geschützt ist. Die Wohnung sollte auch nicht direkt unter dem Dach oder Speicher liegen, denn oftmals sind Dach oder der Speicher unzureichend, oder auch gar nicht, gedämmt.

Lassen sich Fenster problemlos öffnen und schließen? Sind sie doppelt verglast und deren Dichtungen im gutem Zustand? Zur Beantwortung der Fragen gibt die Checkliste hilfreiche Tipps. So lassen sich fehlerhafte Dichtungen mit einem einfachen Papiertrick nachweisen. Man legt hierzu ein dünnes Blatt auf den unteren Bereich des Fensterrahmens und schließt das Fenster. Lässt sich das Blatt nun herausziehen, ist die Dichtung des Fensters durchlässig, falls nicht ist das Fenster dicht. Auch die Dämmung des Hauses spielt eine wichtige Rolle in Bezug auf die Heizkosten. Meist kann diese Frage schon der Vermieter oder die Hausverwaltung beantworten. Als nächstes werden die Heizkörper überprüft: Lassen sich diese leicht auf- und zudrehen? Gibt der Heizkörper keine auffälligen Geräusche, wie Blubbern oder Zischen von sich? Falls doch, kann dies ein Indiz sein, dass er entlüftet werden muss. Und wie sieht es mit Rückzahlungen oder Nachzahlungen aus? Wie hoch sind die Heizkosten durchschnittlich?

Darüber hinaus sollten Wasserhähne probeweise auf und zugedreht werden, um den Wasserdruck zu überprüfen und sich zu versichern, dass warmes Wasser aus den Leitungen fließt. Denn gerade im Winter duscht wohl keiner gerne kalt – auch wenn sich somit zusätzlich Strom sparen ließe.

Seit Juli Seit Juli 2008 muss der Vermieter außerdem einen „Energieausweis” vorlegen. Dieser gibt Auskunft über den Energiebedarf des Hauses und hilft, die zu erwartenden Energiekosten besser einschätzen und vergleichen zu können. Dabei bestehen drei Klassen: A+ bis B und die Farbe Grün bedeuten einen geringen Energieverbrauch, C bis E weisen auf einen erhöhten Verbrauch hin, während Klasse F bis H und die Farbe Rot für einen sehr hohen Energieverbrauch stehen.

Zuletzt werden die Elektrogeräte genauer betrachtet, denn umso älter diese, umso mehr Strom fressen sie in der Regel.

Anhand der Wertung von den angekreuzten Ja und Nein – Antworten kann schließlich der energetische Wert der Wohnung schnell und einfach ermittelt werden – und im Bedarfsfall über einen Einzug entscheiden.

 

Mit der Checkliste  wird somit verhindert, dass sich Nebenkosten nicht schnell zur zweiten Miete entwickeln und den Geldbeutel mit hohen Nachzahlungen für Strom und Heizen belasten.

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