Sanieren mit besseren Konditionen

Wer sein altes Haus modernisieren möchte, kann seit 1. März 2013 von besseren Fördermöglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau profitieren. Bauherren und Hauseigentümer können für eine Heizungsumstellung ein Ergänzungsdarlehen erhalten. Außerdem bekommen Sie für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 55 oder 70 einen höheren Tilgungszuschuss.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Bauherren und Hauseigentümer bundesweit bei Investitionen in die Energieeffizienz bestehender Wohngebäude. Dabei gilt: Je energieeffizienter das Haus künftig wird, desto höher fällt die Förderung aus. Über das KfW-Förderprogramm „Energieeffizient-Sanieren-Kredit”, Programm 151, können Haus- und Wohnungsbesitzer seit 1. März die höheren Tilgungszuschüsse nutzen.

Vor allem für private Eigentümer von Häusern oder Wohnungen werden energetische Sanierungsmaßnahmen damit lohnender. Durch die höhere Förderung sinken die Investitionskosten, sodass sich eine verbesserte Energieeffizienz nun schneller rechnet. Damit verringern sich nicht nur die CO2-Emissionen, sondern auch die Betriebskosten für Heizung und Warmwasser.

Zusatzförderung für Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien
Eine Umstellung bestehender Heizungsanlagen in Wohngebäuden ist förderfähig. Hausbesitzer können ein Ergänzungsdarlehen erhalten, wenn ihre neue Heizungsanlage erneuerbare Energien nutzt. Folgende Anlagen werden im KfW-Programm 167 beispielsweise gefördert:

  • Solaranlagen bis 40 Quadratmeter Kollektorfläche
  • Biomasse-Anlagen mit einer Nennwärmeleistung von fünf bis 100 Kilowatt
  • Wärmepumpen mit bis zu 100 Kilowatt Nennwärmeleistung

Förderfähig ist ebenfalls eine Nutzungsänderung von beheizten Nichtwohnflächen in Wohnflächen. Finanziert werden bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Das Darlehen beträgt maximal 50.000 Euro je Wohneinheit. Das Förderprogramm startet heute und ist mit dem Zuschuss aus dem Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kombinierbar. Gefördert werden Anlagen in Gebäuden, für die vor dem 1. Januar 2009 ein Bauantrag gestellt beziehungsweise eine Bauanzeige erstattet worden ist.

Höhere Fördermittel für die energetische Sanierung
Darüber hinaus bietet die KfW langfristige und zinsgünstige Förderdarlehen an. Haus- und Wohnungsbesitzer können ab sofort von höheren Tilgungszuschüssen profitieren. Für die energetische Sanierung von Wohngebäuden zum KfW-Effizienzhaus 70 oder Effizienzhaus 55 erhöhen sich die Zuschüsse jeweils um 2,5 Prozent. So beträgt der Tilgungszuschuss für das Effizienzhaus 70 nun 12,5 Prozent und für das Effizienzhaus 55 sogar 17,5 Prozent.

Wer eine Förderung durch die KfW nutzen möchte, muss diese vor Sanierungsbeginn beantragen. Anträge auf einen Zuschuss kann der Hauseigentümer direkt bei seiner Hausbank stellen.

Förderinformationen für Privatleute
Für die energetische Sanierung von Gebäuden und den Einsatz erneuerbarer Energien gibt es neben der KfW noch viele weitere interessante Förderprogramme mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten. Doch wie von den richtigen Programmen erfahren? BINE Informationsdienst hat recherchiert und bietet kostenfrei aktuelle Informationen unter www.energiefoerderung.info an. Privatleute können sich auf dem Portal tagesaktuell über die aktuellen Fördermöglichkeiten informieren. Einfach Postleitzahl des Objektes eingeben, die Suche starten und die Trefferliste zeigt alle Förderprogramme an, die an diesem Standort angeboten werden. Die Ergebnisse können eingegrenzt werden, indem aus der angebotenen Liste der Fördermaßnahmen einzelne Begriffe per Mausklick ausgewählt werden. Zu jedem Förderprogramm bietet die Datenbank eine kurze Beschreibung der wichtigsten Förderkriterien, den Originaltitel des Programms sowie die Kontaktdaten der Informations- oder Antragsstelle. Bei vielen Förderprogrammen muss der Antrag vor dem Start der Maßnahme gestellt werden.

Micaela Münter

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