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Heizung

Ein neues Internetportal für Heizungsmodernisierungen ist an den Start gegangen. Grundlage für den Vollkostenrechner sind tausende von Heizungen, Brennstofftarife und Finanzierungsmöglichkeiten.

In Deutschland existieren knapp 15 Millionen ineffiziente und veraltete Heizungsanlagen. Durch den starken Anstieg der Preise für fossile Brennstoffe steigt jedoch der Druck auf viele Immobilienbesitzer, ihre veralteten Heizungsanlagen zu modernisieren. Derzeit können Heizungseigentümer lediglich den Gas- oder Heizölanbieter wechseln. Doch oft lohnt sich für viele Eigentümer der Austausch der kompletten Heizung.

Alles aus einer Hand

Erstmalig sollen Heizungseigentümer jetzt eine allumfassende Entscheidungsgrundlage für den Austausch ihrer Heizung erhalten. Die Berliner Futurewatt GmbH hat dazu einen internetbasierten Vollkostenrechner für die Heizungsmodernisierung vorgestellt, der aus tausenden von Heizungen, Brennstofftarifen und Finanzierungen die jeweils passenden auswählt.

Das Internetportal www.heizkosten-senken.de verspricht den Heizungseigentümern, erstmals Alternativ-Lösungen direkt vergleichen und anschließend ein maßgeschneidertes Angebot in Auftrag geben können. Faktoren wie die Komponenten des Anlagenbaus, die Installation, die Wartung, der richtige Brennstoff und die Finanzierung müssen vorab geklärt werden. Für den Großteil der Eigentümer ist das Thema dadurch viel zu komplex.

Geld und CO2 einsparen

Mit dem Internetpotal wollen die Berliner die Entscheidung der Hauseigentümer für eine Heizungsmodernisierung vereinfachen. Diese müssen nur die wesentlichen Verbrauchsdaten eingeben, der Rechner ermittelt die passenden Angebote aus den tausenden hinterlegten Preisen und Verbrauchsinformationen der Partnerunternehmen aus den Bereichen Heizungsbau, Brennstoffen und Finanzierung.

Dabei weist der Rechner für jedes Angebot die Einsparungen über zehn Jahre in Euro und die Senkung der CO2-Emissionen aus. „Die Plattform bringt Bewegung in den festgefahren Wärmemarkt“, sagt Futurewatt-Geschäftsführer Philipp Pausder. Die Plattform biete bei Bedarf darüber hinaus auch komplett CO2-neutrale Angebote an. „Der Wärmemarkt ist der größte Teilmarkt der Energiewende und dennoch haben wir eine äußerst geringe Sanierungsquote von veralteten Heizungen“, sagt Pausder. Und das sei nicht im Sinne des Klimaschutzes.

Daniel Seemann

1 Kommentar

  • Der Rechner ist momentan noch absolut unpräzise.
    Weder geht er auf die tatsächliche Heizlast des Gebäudes, noch auf den vorhandenen Anschluß an Öl oder Gas ein.
    Erneuerbare Energien sind auch noch aussen vor….

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