Intelligente Straßenbeleuchtung kann mehr als Stromsparen

Der Vodafone Campus in Düsseldorf
Der Vodafone Campus in Düsseldorf

Deutschlands Straßenbeleuchtung verursacht nicht nur hohe Stromkosten, sie ist auch wartungsintensiv. Für Kommunen fallen dafür Kosten in jährlicher Höhe von 100 Euro pro Straßenlaterne an. Hochgerechnet auf zirka 100 Millionen Straßenlaternen kommt eine stattliche Summe zusammen. Ein Pilotprojekt von Vodafone und dem Startup-Unternehmen ICE-Gateway soll diese Kosten um 80 Prozent verringern und sogar den Verkehrsfluss verbessern.

Straßenlaternen, die nicht nur weniger Strom verbrauchen, sondern auch Staus und freie Parkplätze melden. Diese Zukunftsmusik wird bald am Düsseldorfer Vodafone Campus Realität. Der Telekommunikationsanbieter Vodafone und das Startup ICE-Gateway statten dort die Straßenlaternen mit einer intelligenten Hochleistungsinfrastruktur aus. Über SIM-Karten und den Anschluss an das Vodafone-Mobilfunknetz sollen die Laternen anonymisierte Bewegungsdaten analysieren und dadurch mitteilen können, ob und wo sich der Verkehr genau staut. Zusätzlich sollen die Straßenlaternen freie Parkplätze melden und damit die Verkehrssituation zusätzlich entlasten können. Zudem soll es mittels Software und einer intelligenten Vernetzung der Laternen möglich sein, die Helligkeit und Leuchtdauer der LEDs besser an die Umgebung anpassen zu können. 

Sollte das Pilotprojekt Früchte tragen, könnte die intelligente Straßenbeleuchtung ein weiterer wichtiger Baustein zu einer ressourcenschonenden Stadt der Zukunft werden und nebenbei den Geldbeutel der Kommunen entlasten.

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