Heizkosten senken – Spartipps für Zuhause

Auf EU-Ebene diskutieren die Verantwortlichen auch 2014 über die Reform der Energie- und Klimapolitik. Das einst gesteckte Energieeffizienzziel, das bisher in diesem Politikfeld die dritte Säule der Nachhaltigkeits-Dimension darstellte, ist gestrichen. Die Verhandlungen scheinen erst am Anfang eines langen Prozesses zu stehen. Auch wenn das Interesse an einer Fortsetzung der Erneuerbare-Energie-Politik momentan zu schwinden scheint, kann die Gesellschaft einen großen Beitrag zur Minderung des Energieverbrauches beitragen.

Gerade beim Heizen ist das Potenzial groß. So werden 60 bis 80 Prozent des jährlichen Energieverbrauches eines durchschnittlichen deutschen Haushalts allein durch Heizen verursacht. Mit hilfreichen Spartipps lässt sich die Heizkostenrechnung konkret und dauerhaft senken.

Ideale Temperatur für Innenräume

bigstock-Heating-Thermostat-With-Piggy--53789593Viele Deutsche neigen dazu ihre Wohnräume zu stark zu heizen. Zu hohe Temperaturen schaden allerdings nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Gesundheit. Eine konstante Temperatur von 20 Grad Clesius ist in Wohn- und Arbeitsräumen völlig ausreichend. Der Körper wird dabei dazu animiert, die Körpertemperatur dementsprechend zu regulieren. Die Abwehrkräfte werden mobilisiert, womit gleichzeitig Erkältungen vorgebeugt wird. Mit ansprechender Bekleidung ist das Wohnklima angenehm und gesund. Statt sich im Winter bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt drinnen im T-Shirt aufzuhalten, sollte die Kleidung an die Jahreszeit angepasst werden.

Reduzierte Temperaturen 

Räume wie Küche, Bad und Schlafzimmer, wo sich die Bewohner nur eine begrenzte Zeit des Tages aufhalten, sind mit 18 Grad Celsius ausreichend beheizt. Nachts gilt es, die Temperaturen durch das Heizsystem sinnvoll zu senken. Einzige Voraussetzung für die automatische Temperaturanpassung ist, dass die Räume nicht auskühlen. Denn dann benötigt die Heizung am nächsten Tag zu viel Energie, um die Grundwärme wieder herzustellen. Wer tagsüber arbeitet, kann die Temperaturen mit Hilfe von automatischen Thermostaten während der Abwesenheit drosseln. Diese Maßnahme spart nochmals viel Energie.

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Nicht mit Strom heizen

Insbesondere in älteren Gebäuden sind vielerorts noch Nachtspeicherheizungen im Einsatz. Dabei wird die benötigte Wärme mit Strom erzeugt. Die elektrisch betriebenen Heizungen gelten allerdings zurecht als Stromfresser. Früher hat sich diese Form der Heizung gelohnt, weil der Nachtstrom deutlich günstiger war als heute. Mittlerweile sind die Strompreise drastisch gestiegen, wodurch Nachtspeicherheizungen endgültig ausgedient haben. Zudem sind sie aus Nachhaltigkeitsaspekten und Umweltschutzgründen nicht empfehlenswert. Doch nicht alle Mieter und Hausbesitzer können sich sofort von den energieaufwändigen Geräten verabschieden. Um dennoch Kosten einzusparen, lohnt sich ein Vergleich der Stromanbieter. Beispielsweise auf dem Verbraucherportal strompreisvergleich.org wird es Betroffenen leicht gemacht, den Strompreis verschiedener Anbieter gegenüberzustellen. Der Anbieterwechsel sollte nicht gescheut werden. Schließlich wurde dieses Vorhaben in den letzten Jahren deutlich erleichtert.

Heizungen frei lassen

Damit sich die erzeugte Wärme der Heizungen in Räumen optimal verteilen kann, darf der Raum um die Heizkörper keinesfalls zugestellt werden. Möbel, Vorhänge und andere Details blockieren den Luftstrom und sorgen dafür, dass die Räume kälter wahrgenommen werden. Aufgrund dessen wird in vielen Wohnungen mehr geheizt als tatsächlich notwendig. Sobald sich die Wärme richtig verteilen kann, wird das Wohnklima positiv beeinflusst und der Verbrauch gesenkt.

Keine Fenster auf Kipp

Richtiges Lüften scheint zwar selbstverständlich zu sein, doch schaut man in viele Wohnungen, sind dauerhaft gekippte Fenster noch immer keine Seltenheit. Grundsätzlich sollten die Heizkörper mehrmals täglich für einige Minuten ausgeschaltet sein, währenddessen die Fenster zum Stoßlüften vollständig geöffnet werden. Entsteht dann ein Durchzug, ist die Wohnung in wenigen Minuten vollständig gelüftet. Dabei ist es ratsam zu lüften, wenn die Luftfeuchtigkeit außerhalb niedrig ist. Ist die Luftfeuchtigkeit draußen geringer als innen, macht das Stoßlüften am meisten Sinn. Grund ist der erhöhte Energiebedarf zum Erwärmen von feuchter Luft. Ist die Luft trocken, wird deutlich weniger Energie zum Heizen benötigt.

 

1 Kommentar

  • Sehr schöner Artikel.
    Doch immer wieder erstaunlich wie wenig verbreitet einige Tipps doch sind. Ich denke dass sich viele Menschen einfach zu wenig Gedanken um diese Heizkosten machen. Doch dabei schont weniger heizen ja auch noch die Umwelt, durch weniger CO2-Emission.
    Ich wollte noch kurz einen Tipp zum Stoßlüften da lassen. Wie oben beschrieben ist das Stoßlüften die einzig richtige Art das Haus zu lüften. Fenster auf Kipp sind im Grunde nichts besseres als extrem undichte Fenster – wer will das schon? Wer die Feuchtigkeit nicht aus seinen Zimmern lüftet läuft Gefahr das sich Schimmel bilden kann.
    Tipp: Wenn es geht die Wäsche nicht im Zimmer zum trocknen aufhängen, denn diese Feuchtigkeit muss erst recht stark weggelüftet werden. Wenn möglich, also die Wäsche lieber auf dem Dachboden oder natürlich draußen bzw. auf dem Balkon trocknen.