Energieeffizienzberatung hilft Kosten sparen

Energiesparlampen

Immer mehr Unternehmen greifen auf die professionelle Hilfe von Energieberatern zurück. Diese helfen dabei, Schwachpunkte im Energiebereich aufzudecken und einen Plan zur Optimierung der Energiekosten aufzustellen. Das beinhaltet eine Reduzierung der Energiekosten wie auch eine rationellere Energienutzung. Dauerhafte Energieeinsparungen tragen zur Kostenminderung bei und stärken die Wettbewerbsfähigkeit.

In Unternehmen entstehen auf vielfältige Weise Energiekosten: in Produktionsprozessen, beim Betrieb von Büros, oder bei der Güterbereitstellung. Häufig zeigen schon geringfügige Änderungen einen hohen Einspareffekt. Das betrifft zum Beispiel Energiemanagementstrukturen, technische Gebäudeausrüstung, Maschinenparks, Wärmerückgewinnung, Mess- und Regelungstechnik oder gar eine Umstellung auf Eigenstromerzeugung.

Die Energieeffizienzberater erarbeiten gemeinsam mit den Unternehmen Optimierungsmöglichkeiten im Energiebereich. Sie beraten hinsichtlich der Anwendung erneuerbarer Energien, stellen alternative Energienutzung klassischen Anwendungen gegenüber, prüfen Investitionsmaßnahmen und analysieren die Effizienz von Einzeltechnologien. Betreibermodelle werden ebenso untersucht wie die Wahl von Tarifen und Einsparpotenziale durch Vertragsformen. Von Interesse sind auch wirtschaftliche Heiz- und Warmwasseraufbereitungssysteme, der effektive Umgang mit Heizungsreglern, energie- und wassersparende Sanitärsysteme, Techniken zur Verbrauchserfassung, Abwärmenutzung, Einsparpotenziale moderner Beleuchtungssysteme oder umweltfreundliche Fahrzeuge.

Im Februar 2008 haben die KfW Mittelstandsbank und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie den Sonderfonds Energieeffizienz aufgelegt. Dieser soll kleine und mittlere Unternehmen und auch Freiberufler durch Zuschüsse im Rahmen der Energieeffizienzberatung unterstützen. Der Sonderfonds besteht aus zwei Förderbausteinen: einem nicht rückzahlbaren Zuschuss zu den Kosten für eine Energieeffizienzberatung und einem zinsgünstigen Investitionskredit für Energiesparmaßnahmen.

Die Beratung kann in Form einer Initialberatung und einer Detailberatung stattfinden. Bei der ein- bis zweitägigen Initialberatung werden im Rahmen von Vor-Ort-Besichtigung erste Hinweise auf mögliche Einsparmöglichkeiten gegeben. Wenn solche vorhanden sind und das Unternehmen sich dazu entschließt, erfolgt in einer Detailberatung eine genauere Analyse und die Entwicklung konkreter Maßnahmen.

Energieeffizienzberater sollten einen entsprechenden beruflichen Hintergrund haben, nach Möglichkeit im  Zusammenhang mit Energie, aber auch Bauingenieure, Architekten und Handwerker können nach einer Schulung als Berater tätig werden. Die Energieberater sind im Internet registriert. Ein Förderantrag kann bei Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken oder einer Privatbank gestellt werden.

Josephin Lehnert

Add comment