Energieeffizienz-Netzwerke in Deutschland

Bis 2020 rechnet die Initiative mit bis 500 Energieeffizienz-Netzwerken © IEEN
Bis 2020 rechnet die Initiative mit bis 500 Energieeffizienz-Netzwerken © IEEN

Vor nicht ganz vier Jahren begründeten das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und das Bundesumweltministerium (BMUB) sowie Verbände und Organisationen der deutschen Wirtschaft die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke. Gestern gab die Initiative die Gründung des 200. Netzwerks bekannt. Damit engagieren sich mittlerweile mehr als 1.800 Unternehmen deutschlandweit in Netzwerken für Energieeffizienz und Klimaschutz.

Die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke unterstützt Unternehmen dabei, sich zu Energieeffizienz auszutauschen und so Effizienzpotenziale zu identifizieren und zu heben. Auf diese Weise soll der Energieverbrauch gesenkt und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

„Die Zahl von 200 Netzwerken ist ein wichtiger Beleg dafür, dass die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke einen wirkungsvollen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Klimaschutz leisten kann“, erklärte Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie. „Die Unternehmen haben erkannt, dass von Energieeffizienz alle profitieren. Die ersten Ergebnisse des Monitorings der Initiative zeigen, dass die Zusammenarbeit der Unternehmen in Netzwerken zu spürbaren Verbesserungen führt. Die untersuchten Netzwerke haben ihre Einsparziele bisher durchschnittlich zu 105 Prozent erreicht. Die Unternehmen schaffen gemeinsam also mehr als sie sich vorgenommen haben. Damit setzen sie ein wichtiges Zeichen und zeigen, dass auch ein freiwilliges Instrument der Wirtschaft wesentlich dazu beitragen kann, die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Jetzt kommt es darauf an, dieses Engagement weiter zu stärken.“

Energieeffiziente-Netzwerke für mehr Energieeffizienz

Dieses 200. Netzwerk würde von fünf Autohäusern aus Bayern gegründet und nennt sich „ecoistics.EffNaNet Ford 05“. Der Fokus liegt dabei auf der Optimierung der energieintensiven Druckluftprozesse in den angeschlossenen Werkstätten. Gleichzeitig soll auch bei der Beleuchtung der Verkaufsräume Energie gespart werden.

„Energie ist ein erheblicher Kostenfaktor im Unternehmen. Wir wollen sie effizienter nutzen, um unsere wirtschaftliche und ökologische Zukunft zu sichern. Im ersten Schritt werden wir Druckluft, Beleuchtung und Heizung überprüfen und im Netzwerk gemeinsam Einsparmaßnahmen entwickeln“, so Jürgen Koppenhöfer, Geschäftsleitung bei AutohausEwald GmbH.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze betont angesichts des neuen Meilensteins den Wert des branchen- und unternehmensübergreifenden Austauschs in den Netzwerken: „Die Praxis zeigt, dass Unternehmen, die sich aktiv an Energieeffizienz-Netzwerken beteiligen, im Durchschnitt 5.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen können. Wesentliche Erfolgsfaktoren eines Netzwerks sind eine konkrete Zielvereinbarung und ein konsequentes Monitoring der umgesetzten Maßnahmen. Dann profitieren alle – das Klima und die Unternehmen.“

BDI-Präsident Dieter Kempf sieht in der Gründung des 200. Energieeffizienz-Netzwerks ein Signal des Aufbruchs. So sei das „unkonventionelle Instrument der Netzwerke“ endlich in der Wirtschaft angekommen. „Die Netzwerke bringen die besten Köpfe zum Thema Energieeffizienz zusammen und ermöglichen es, gemeinsam noch besser zu werden. Damit liefern sie einen wichtigen Beitrag, die starke Stellung Deutschlands beim Thema Energieeffizienz weiter auszubauen“, so Kempf. Bis 2020 rechnet die Initiative sogar mit bis 500 Netzwerken.

Weitere Informationen zu der Initiative Energieeffiziente-Netzwerke finden Sie hier.

Quelle: effizienznetzwerke.org