Der Stromsparcheck zu mehr Energieeffizienz

Mehr Energieeffizienz im Haushalt

Nicht nur Erneuerbare Energien tragen einen großen Teil zur Energiewende bei, auch durch mehr Energieeffizienz lässt sich eine Menge bewirken. Die Möglichkeiten hierzu sind nicht nur vielzählig, sondern oftmals auch leicht zu realisieren. Vor allem einkommensschwache Haushalte profitieren hiervon in vielfacher Weise.

Die gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen hat gleich mehrere Ziele: In erster Linie soll der Stromverbrauch in einkommensschwachen Haushalten verringert werden. Die beratenen Haushalte sparen dabei Stromkosten von durchschnittlich 90 Euro im Jahr ein. Da nun bei Empfängern von Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe der Haushaltsstrom über den Regelsatz abgedeckt wird, bedeutet eingesparter Strom auch ein Plus an verfügbarem Einkommen. Zudem wird mit dem „Stromsparcheck“ eine Gruppe angesprochen, die von anderen Energieberatungsangeboten bisher kaum angesprochen worden ist und sich generell weniger mit dem Thema Energieeffizienz auseinandersetzt. Darüber hinaus sind es Langzeitarbeitslose, die in diesem Projekt die Rolle des Beraters einnehmen.

Nach einer Schulung von etwa 100 Stunden können sie eine sinnstiftende und anspruchsvolle Tätigkeit ausüben, die ihnen eine Wiedereingliederung in das Berufsleben erleichtert. Auch die Kommunen profitieren durch Kosteneinsparungen: etwa jährlich 63 Euro werden pro Haushalt für Heizenergie und Warmwasseraufbereitung eingespart, da die Kosten für Wohnnebenkosten und Heizung bei Beziehern von Wohngeld, Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II die Kommunen tragen.

Schließlich reduziert jeder Stromsparcheck den Ausstoß von schädlichem CO2 um rund 2,7 Tonnen. Somit wird mit dem Projekt ein unmittelbarer Beitrag zum Klimaschutz erreicht und der Stromsparcheck hat in den beratenen Haushalten eine nachhaltige Wirkung. Hier werden ersten Evaluierungen zufolge Einsparungen von etwa 16 Prozent jährlich erreicht, was ca. 450 Kilowattstunden entspricht.

Erreicht werden diese Zahlen durch den konsequenten Einsatz von modernen Elektrogeräten, durch mehr Aufmerksamkeit beim stromfressenden Stand-by-Betrieb, durch die Verwendung von Energiesparlampen oder dem Einsatz von schaltbaren Steckerleisten. Hierfür erfolgt die Beratung in zwei Abschnitten: Zunächst wird bei einem ersten Beratungsbesuch eine Bestandsaufnahme gemacht, beim zweiten Besuch werden schließlich die Maßnahmen des individuell zusammengestellten Maßnahmenkatalogs umgesetzt.

Anmelden können sich alle Ratsuchenden wie auch Bezieher von Wohngeld, Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II, in deren Nähe sich das Angebot eines Stromsparchecks finden lässt.

Weitere Informationen auch unter: http://www.stromspar-check.de/stromspar-check/im-ueberblick/

 

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