Stromfresser Cloud Computing

Cloud Computing

Mehr Freiheit, mehr Mobilität und mehr Flexibilität – das verspricht das neue Cloud Computing. Digitale Daten im Netz zu speichern und von überall auf der Welt abrufen zu können, hat aber auch Nachteile. Vor allem für die Umwelt, denn bei vielen Anbietern geht die neue, große Freiheit voll auf die Kosten des Klimas. Um Fotos, Videos und Dokumente im Netz zu speichern sind gigantische Rechenzentren nötig. Die größten dieser Zentren verbrauchen so viel Strom, wie eine Großstadt.

Wie die Studie „How clean is your cloud ?“ von Greenpeace ergeben hat, steigt mit dem explosionsartigen Cloud Computing-Wachstum auch die Nachfrage nach Atom- und Kohlestrom. Denn gerade die innovativen Unternehmen auf diesem Sektor wie Apple, Microsoft und Amazon, betreiben ihre Rechenzentren mit „dreckigem“ Strom. Apples Stromversorgung besteht beispielsweise zu 55 Prozent aus Kohlestrom und zu 28 Prozent aus Atomstrom, so Greenpeace-Energieexperte Gerald Neubauer. Der Bedarf an Rechenleistung soll bis zum Jahr 2020 sogar noch weiter steigen – und mit ihm der Stromverbrauch, der sich nach Expertenmeinung verdreifachen könnte.

Es gibt aber auch Lichtblicke am Cloud-Himmel, denn nicht jeder IT-Riese setzt auf Atomstrom und Co. Auf diesem Sektor ist eine deutliche Spaltung der Anbieter zu erkennen. Während Apple, Microsoft und Amazon auf „dreckigen“ Strom setzten, geht es bei Google, Yahoo und Facebook deutlich „sauberer“ zu. Bei ihnen wird in Energieeffizienz investiert und auch die Standorte für die nötige Rechenleistung wird nach ökologischen Gesichtspunkten ausgewählt – nämlich dort, wo bereits ein großes Angebot an erneuerbaren Energien besteht. Ganz nebenbei setzten sich alle drei Unternehmen gegenüber Regierung und Energieanbietern für einen verstärkten Ökostromausbau ein. Somit heizen Millionen Nutzer nicht mit jedem Klick den Klimawandel an, weil auf veraltete Energien gesetzt wird, sondern helfen der Ökoenergie auf die Sprüng

Judith Schomaker 

1 Kommentar

  • Nicht nur dass der Strom vieler Clouds dreckig ist. Die Daten sind meiner Meinung nach dort auch in fragwürdigen Händen. Wenn man seine Dokumente auf solche Plattformen auslagert, überlässt man sie dem Anbieter, der in den meisten Fällen in den USA ansässig ist und wo ganz andere Datenschutzgesetzte herrschen. Mal ganz davon abgesehen, dass z.B. Google alle Dateien in der Cloud scannt, um Profile vom User zu erstellen, damit man ihm gezielt Werbung einblenden kann. Ein Narr, wer glaubt, Google würde die Dateien „nur“ zum Einbledenden von Werbung scannen. Die einzige „sichere“ Cloudlösung, die ich kenne ist die von Strato: Verschlüsselt und die Daten liegen in Deutschland.