Vielfältige, praxisnahe Impulse und Informationen zur dezentralen Energiewende

Vom 2. bis 4. April 2014 wird im Freiburger Konzerthaus erneut über die Chancen und Herausforderungen von Städten und Gemeinden diskutiert, die aktiv die regionale Energiewende vorantreiben wollen. Zum 4. Mal findet dort der Kongress Energieautonome Kommunen statt, der in den vergangenen Jahren jeweils rund 250 Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland anzog.

Im Rahmen des Kongressauftakts am ersten Tag bieten drei Veranstaltungen die Möglichkeit, sich einen Nachmittag lang vertieft mit einzelnen Themen auseinanderzusetzen. Auf dem Programm stehen ein Intensivseminar zur Bedeutung der Energiewende für den ländlichen Raum, ein Workshop zur Bürgerbeteiligung im Klimaschutz sowie ein Workshop zu Fördermitteln und Finanzierungsmöglichkeiten für Kommunen. Dort bietet sich den kommunalen Vertretern auch die Möglichkeit, kostenfreie Impulsberatungen zu Fragen der Förderung und Finanzierung von Energieprpojekten in Anspruch zu nehmen.

Am Hauptkongresstag, dem 3. April, wird der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller Hemmnisse und Perspektiven der Energiewende im Süden beleuchten. Danach skizziert juwi-Vorstand Matthias Willenbacher, wie eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2020 gelingen könnte. Im Anschluss daran folgen Best-Practice-Berichte aus dem kleinen Ort Reigoldswil in der Schweiz, aus Dortmund und Ludwigsburg.

In insgesamt sieben Foren haben die Teilnehmer dann nachmittags Gelegenheit, sich intensiver zu einem Thema zu informieren beziehungsweise mit den Referenten zu diskutieren. Im Fokus stehen Themen wie „Innovative Ansätze in der Energiewende“, wo zum Beispiel über eine Modellsiedlung berichtet wird, deren Strom- und Wärmeversorgung nahezu komplett über Photovoltaik gedeckt wird. Weitere Themen sind quartiersbezogene Aktivitäten – hier berichtet unter anderem der Emmendinger Oberbürgermeister Stefan Schlatterer über die Umsetzung der Stadtteilkampagne Bürkle-Bleiche –, die Weiterentwicklung und Verbesserung von Klimaschutzkonzepten sowie die Energiewende in Industriegebieten.

Ebenso im Fokus stehen die aktuellen Hindernisse und deren Überwindung bei der Umsetzung von Windenergieprojekten in Süddeutschland sowie die weitere Entwicklung des Erneuerbaren-Energien-Gestzes und des Strommarktes . Hier werden unter anderem die Präsidentin des Bundesverbandes Windenergie Sylvia Pilarsky-Grosch und der Vizepräsident des Bundesverbands Kraftwärmekopplung, Prof. Dr. Martin Maslaton, zu Wort kommen.

Am dritten Tag stehen Exkursionen auf dem Programm: Sie führen zur Gemeinde Fischerbach im Kinzigtal mit einem in seiner Form einzigartigen bidirektionalen Kalte-Wärme-Netz, zu einem solar gekühlten Kühllager sowie in den Freiburger Stadtteil Wiehre, wo im Rahmen eines Modellprojekts der Einbau von Blockheizkraftwerken in Mehrfamilienhäusern gefördert wird, die aus der Gründerzeit stammen und häufig nur schwer zu dämmen sind.

Der Kongress Energieautonome Kommunen richtet sich an Vertreter von Kommunen, Stadtwerken, Energieversorgern, Verbänden, Initiativen und Bürgergruppen, Dienstleister und Produzenten im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Rechtsanwälte sowie Wirtschafts- und Unternehmensberater.

Veranstalter sind der fesa e. V. und die Freiburger Agentur Enerchange. Die Schirmherrschaft über den Kongress hat das Umweltministerium Baden-Württemberg übernommen. Als Kooperationspartner konnte über ein Dutzend Organisationen gewonnen werden, unter anderem das Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien (deENet), ICLEI, das Klima-Bündnis, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, der Wirtschaftsverband 100 Prozent, der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband und der Verband kommunaler Unternehmen. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit unter www.energieautonome-kommunen.de. Kommunale Vertreter erhalten Sonderpreise.

 

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