Neue Polnisch-Schwedische Biogasproduktion

Neue Polnisch-Schwedische Biogasproduktion; Bild: shutterstock

Die Ostseestädte Sopot und die Trelleborg aus Polen beziehungsweise Schweden wollen gemeinsam eine Biogas-Produktion aufbauen. Wie das polnische Fachportal „Nowy Przemysl” berichtet, sollen dafür Algen verwendet werden, die das Meer an die Strände gespült hat. Dieses Projekt ist damit in doppelter Hinsicht sinnvoll. Zum einen werden die übermäßigen Algen von den Stränden entfernt, die nicht nur eine Belastung für die Umwelt sind, sondern auch für die gesamte Tourismusindustrie. Gerade Sopot ist sehr auf den Fremdverkehr angewiesen. Zum anderen werden die umweltschädlichen Algen für die Herstellung von Energie verwendet.

„Wir geben jedes Jahr eine halbe Million Kronen (51.000 Euro) dafür aus, um unsere Strände von den Algen zu säubern”, sagte Linda Wolski, die schwedische Projektleiterin. „Wir glauben, dass wir nun nicht nur die Umwelt schützen, sondern nun auch besser wirtschaften können”, erklärte die Expertin. Sie und andere Vertreter aus beiden Städten werden sich in der laufenden Woche in Trelleborg zu ersten Gesprächen treffen, berichtet „Nowy Przemysl”.

Trelleborg wird die Maschinen testen, mit deren Hilfe die Städte die Algen von den Stränden aufsammeln wollen. Bei dem Projekt werden die Schweden die führende Rolle einnehmen, da sie über mehr Erfahrung mit der Produktion von Energie aus Biogas verfügen. „Wir führen bereits erste Labor-Studien durch und rechnen damit, dass die Produktion dann im kommenden Jahr startet”, fügte Wolski hinzu. Dabei ist sogar die EU hellhörig geworden. Die Gemeinschaft wird das polnisch-schwedische Projekt mit mindestens 1,2 Millionen Euro unterstützen. Diese finanziellen Mittel stammen aus dem EU-Programm „Südliche Ostsee”, das länderübergreifende Projekte der Anrainerstaaten fördert.

Sebastian Becker

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