Heizen mit Holz – Die Brennstoffe

Holz

Futter für die Holzheizung gibt es in diversen Ausführungen. Wie das Holz für die jeweilige Holzheizung aussehen muss, hängt dabei von der gewählten Variante ab. Ob Scheitholz, Hackschnitzel oder Pellets ist aber nicht nur eine Frage des Geschmacks und des damit verbundenen Arbeitseinsatzes, um die Räumlichkeiten zu beheizen, sondern auch eine Frage des Geldes.

Scheitholz

Scheitholz ist ein wunderbarer Brennstoff, vor allem für Waldbesitzer. Alle anderen müssen ihr Holz nämlich kaufen und das ist, je nach Region und persönlicher Arbeitsleistung, zu recht unterschiedlichen Preisen möglich. Ofenfertiges, abgelagertes Scheitholz liegt preislich zwischen 50 und 80 Euro pro Raummeter, je nach Holzart. Eichenholz gilt dabei gemeinhin als teuerstes Brennholz, wohingegen Ahorn verhältnismäßig günstig zu bekommen ist. Das ist auch kein Wunder, denn Eichenholz bringt pro Raummeter bei guter Qualität und entsprechender Lagerung einen Heizwert von 1.890 Kilowattstunden, Ahorn lediglich 1.675 Kilowattstunden pro Raummeter.

Zehn Raummeter Holz reichen dabei für die Beheizung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses. Günstig ist die Beschaffung von Scheitholz, wenn es direkt aus dem Wald, etwa beim Förster, gekauft wird. Allerdings wird hier noch Handarbeit nötig und ein wenig Geduld ebenfalls. Dafür wärmt es dann gleich zwei Mal. Einmal beim Hacken und einmal beim Heizen.

Hackschnitzel

Deutlich weniger Arbeit bereiten Holzhackschnitzel, denn die werden in der Regel in loser Form in den dafür vorgesehenen Vorratsraum transportiert. Mit einem Heizwert von 4,3 Kilowattstunden pro Kilogramm liegen sie zudem über dem von Scheitholz. Dafür benötigen sie bei der Lagerung einiges mehr an Platz und geben sich nicht mit einem überdachten Unterstand zufrieden. Für eine Heizleistung von einem Kilowatt sind bis zu zwei Kubikmeter Lagerraum nötig, um den Jahresbedarf an Hackschnitzeln zu generieren.

2.000 Kilogramm Hackschnitzel benötigt ein durchschnittliches Einfamilienhaus pro Jahr. Angesichts des niedrigen Preises für Hackschnitzel, für den Jahresbedarf werden dabei rund 600 Euro fällig, kann über die räumlichen Ansprüche sicherlich hinweggesehen werden.

Pellets

Holzpellets sind in Punkto Kosten und Lagermöglichkeit die wohl attraktivste Variante der Holzheizungsbrennmaterialien. Eine Tonne Holzpellets ist schon für knapp über 200 Euro zu bekommen, für das Heizen eines durchschnittlichen Einfamilienhauses genügen drei bis vier Tonnen, um den Jahresbedarf zu decken. Ein separater Lagerraum ist dabei nur bei entsprechender Fördertechnik nötig.

Pelletheizungen, die mit einem großen Vorratsbehälter ausgestattet sind und ein regelmäßiges Nachfüllen verlangen, lassen sich auch mit Sackware beschicken. Im 15 Kilogramm Sack kommt der Brennstoff ins Haus und kann bei Bedarf jederzeit nachgeordert werden. Das ist zwar etwas teuerer als Schüttware, aber dafür fallen im Vorfeld keine Kosten für die Lagerhaltung und Fördertechnik an.

Judith Schomaker

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