Heatpipe-Reformer-Technologie nutzt Restholz zur Erdgassynthese

Pellets; Foto: shutterstock

Um aus Biomasse Strom und Wärme zu gewinnen, werden meist Gülle und Energiepflanzen in Biogasanlagen vergoren und das gewonnene Biogas in Blockheizkraftwerken verbrannt. Da die anaerobe Fermentation in Biogasanlagen bis dato jedoch für holzartige, also ligninhaltige Brennstoffe, nicht möglich ist, bleibt ein Großteil der Potenziale biogener Energieträger ungenutzt.

Ein noch relativ junges Verfahren ermöglicht aber, mittels thermischer Vergasung holzartige und andere kohlenstoffhaltige Brennstoffe in ein brennbares Gas umzuwandeln. Die Rede ist von der Heaptipe-Reformer-Technologie. Die Idee und das Konzept des Heatpipe-Reformers wurde in den Jahren von 1999 bis 2007 unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Kral an der TU München entwickelt.

Aus Biomasse (zum Beispiel Holzpellets) und Wasserdampf entsteht hier ein Synthesegas aus rund 30 bis 40 Prozent Wasserstoff und 20 bis 30 Prozent Kohlenmonoxid. Zusätzlich entstehen etwa zehn bis 20 Prozent Kohlendioxid, fünf Prozent Methan, 20 bis 30 Prozent Wasserdampf und kleine Mengen höherer Kohlenwasserstoffe (Teere). Derart zusammengesetzte Gase bieten eine ideale Basis für eine Umwandlung in synthetisches Erdgas oder zur Weiterverwendung in Gasmotoren, Mikrogasturbinen oder Brennstoffzellen.

Eine Firma, die sich auf die Entwicklung von Heatpipe-Reformer spezialisiert hat, ist die Agnion Technologies GmbH aus Pfaffenhofen. Ein Portrait über diese Firma finden Sie bei unserem Medienparter CleanThinking.de.

Corinna Lang

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