Bioenergie: Auswirkungen für Landwirtschaft und Umwelt

Der Anbau von Energiepflanzen war lange Zeit für den Landwirt wirtschaftlich nicht interessant. Mit steigenden Rohölpreisen und der Energieeinspeisevergütung des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) stellen die Energiekulturen in bestimmten Bereichen inzwischen jedoch eine Alternative zu intensivem Marktfruchtanbau dar.

Die Agentur für Nachhaltige Nutzung von Agrarlandschaften (ANNA) erörtert mit den Partnern PE international und der Schweizer Forschungsanstalt ART in Zürich-Reckenholz in der Studie „Energieproduktion aus landwirtschaftlicher Biomasse am Oberrhein – Auswirkungen für Landwirtschaft und Umwelt“ Vor- und Nachteile verschiedener Bioenergiekulturen und erstellt beispielhaft für den südbadischen Raum eine fundierte Entscheidungsbasis zur Auswahl ökologisch und ökonomisch vorteilhafter pflanzlicher Energieträger.

Wie die durch den Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova AG & Co. KG geförderte Studie ergab, führt eine Strombereitstellung aus Biomasse im Vergleich zur Bereitstellung aus fossilen Quellen grundsätzlich zu einer Umweltentlastung hinsichtlich des Ressourcenverbrauchs an nicht erneuerbaren Energieträgern und hinsichtlich des Treibhauspotenzials. Gleichzeitig kann sie aber auch zu einer Mehrbelastung der Umwelt hinsichtlich der Wirkkategorien Eutrophierungspotenzial (Nährstoffeintrag) und Versauerungspotenzial führen.

Die Analyse der Wirtschaftlichkeit ergab, dass die steigende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Bioenergieträgern über die Flächenkonkurrenz auch auf die Erzeugererlöse für pflanzliche Nahrungsmittel durchschlägt, so dass auch unter zukünftigen, veränderten Marktbedingungen das Verhältnis ähnlich bleiben wird. Demzufolge wirkt sich eine Verbesserung der zugrunde gelegten, eher konservativen Annahmen für die Einnahmen aus der Biomasseproduktion ebenfalls auf die Erzeugererlöse der Nahrungsmittelproduktion aus. [vollständige Studie]

Agentur für Nachhaltige Nutzung von Agrarlandschaften (ANNA)

Add comment