Energie und Ernährung

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Fossile Energieträger einzusparen, beziehungsweise durch erneuerbare Energien zu ersetzen, betrifft längst alle Bereiche in unserem Leben. Häufig wird damit nur die Erzeugung von Strom und Wärme, oder Themen aus der Mobilität in Verbindung gebracht. Doch auch der Konsum und insbesondere die Ernährung gehören zum Thema effizienten Energieeinsatzes, denn unser Essverhalten hat mehr mit fossiler Energie und CO2und Klima zu tun, als auf den ersten Blick ersichtlich wird.

Heute ist es nichts besonderes, wenn zu Weihnachten Erdbeeren auf dem Speiseplan stehen, die leckeren Tafeläpfel aus Chile stammen und ganzjährig aromatische Tomaten in den Supermarktauslagen prangen. Würden sich alle Menschen auf der Welt so ernähren wie es hierzulande in der Regel der Fall ist, so bräuchten wir die Ressourccen von gleich zwei Planeten wie die Erde.

Auf amüsante und zugleich traurige Weise kann jeder auf der Homepage des WWF seinen ganz persönlichen ökologischen Fussabdruck ermitteln. Dieser beschreibt, wie viel Fläche nötig ist um den persönlichen Bedarf zu decken. Doch damit nicht genug, unsere Ernährung ist zu einem nicht unerheblichen Teil an der Entstehung von Treibhausgasen beteiligt.

Etwa ein Fünftel der Emission entstehen alleine durch Erzeugung, Verarbeitung, Lagerung, Transport, Kühlung und Zubereitung unserer Nahrung. Ernährung und Klimaschutz hängen also sehr eng zusammen. So kann alleine durch ein wenig mehr Bewusstsein im Umgang mit unserer Nahrung jeder zum Schutz des Klimas beitragen. Regionales und saisonales Essen, nach Möglichkeit aus ökologischem Landanbau und eine Reduzierung tierischer Lebensmittel senkt den Energieverbrauch. Schließlich sparen kürzere Transportwege, geringere Kühlzeiten und kurze Lagerzeiten kostbare Energie!

Regionale Früchte der Saison schmecken nicht nur deutlich besser als das Schälchen „frischer“ Erdbeeren zur Weihnachtszeit aus Übersee, sondern entlasten auch das Klima. Für 1.000 Kilogramm, die mit dem Flugzeug importiert zu uns gelangen, fallen pro Transportkilometer immerhin über zwei Kilogramm CO2 an, der Transport mit dem Lkw noch nicht mit eingerechnet. Da sollte doch besser das Motto zählen „Vorfreude ist die schönste Freude“ der nächste Sommer mit wirklich frischen Erdbeeren vom Feld kommt bestimmt.

Judith Schomaker

 

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